Eishockey
In letzter Sekunde doch noch einen Punkt gesichert

Nach einem verschlafenen Start haben sich die Argovia Stars ins Spiel gekämpft und nach langem Hinterherhinken noch eine Nachspielzeit herausholen können. Für mehr hat es aber leider nicht gereicht.

Irene Müller
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Bildergalerie: Argovia Stars - EHC Basel
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Der Aarauer Jubel nach dem Treffer zum 2:3.
Der Aarauer Jubel nach dem Treffer zum 2:3.
Pascal Wittwer verkürzt auf 2:3 gegen den Basler Goalie Hohlbaum.
Pascal Wittwer wird nur vom Basler Goalie gestoppt.
Rouven Renggli gegen drei Basler.
Thomas Wälti im Kampf gegen zwei Basler.
Daniel Eichenberger gegen die Basler Morand und Frehner (91).
Die Aarauer Renggli (rechts), Sahli und Fopma (vorne) gegen Thomas Frehner.
Remo Hunziker vom Aarau Goalie Gregory Keller gestoppt.
Aarau Goalie Gregory Keller im Glück. Der Lattenknaller geht über das Tor.
Boris Neher (hinten) vom Basler Goalie Hohlbaum gestoppt.
Der Argovia Stars Trainer Daniel Meier (rechts).

Bildergalerie: Argovia Stars - EHC Basel

Otto Lüscher

216 Zuschauer fanden sich am vergangenen Samstagabend in der Keba Eishalle in Aarau zusammen, um ein dreistündiges Erstliga-Eishockeyspiel vom feinsten zu geniessen. Die Argovia Stars sowie die Spieler vom EHC Basel-Kleinhüningen wollten den Sieg unbedingt und es blieb tatsächlich bis zur 63. Spielminute ein Geheimnis, wer von den beiden Mannschaften den Sieg davontragen würde.

Die Mehrheit der Schaulustigen war zwar da, um die Aarauer anzufeuern, doch wurden diese um ein weites vom lautstarken Basler Fan-Kern übertönt.

Schwerer Start für die Stars

Vorerst hatten die Aarauer Fans aber ohnehin wenig Grund zur Freude. Denn was die Argovia Stars in den ersten Spielminuten zeigten, war alles andere als überzeugend. «Wir haben das erste Drittel komplett verschlafen», meint Pascal Wittwer, «auch schon im letzten Spiel brauchten wir Zeit, um ins Spiel zu finden.» Der EHC Basel-Kleinhüningen jedenfalls gab den Aarauer keine Gelegenheit dazu, legten schon früh ein hohes Tempo vor und gingen darauf entsprechend in Führung.

Der erste Treffer für die Heimmannschaft erzielte Pascal Wittwer direkt nach der ersten Pause und schoss das Team somit zurück ins Spiel. Von da an drehten die Argovia Stars auf und konnten nun auch vermehrt Druck auf die Basler ausüben. Das zweite Drittel hätte spektakulärer nicht sein können: abwechselnde Offensivaktionen, viele Schüsse auf beide Tore und – trotz manch tollen Paraden der Torhüter – fiel der Puck vier Mal ins Netz.

Kampfgeist wurde belohnt

Die Spannung erreichte ihren Höhepunkt jedoch in den letzten Minuten der regulären Spielzeit. Mit einem Tor Rückstand schmissen die Aarauer alles nach vorne, um es mindestens noch in die Verlängerung zu schaffen. Und tatsächlich traf Michael Stimmen in der zweitletzten Minute noch zum 4:4-Ausgleichstreffer.

Damit war ein Punkt für die Stars gerettet und somit auch alles, was es noch zu retten gab. Denn bereits in der dritten Minute der Nachspielzeit schossen sich die Basler doch noch ins verspätete Glück.

Laut Pascal Wittwer ist «die Enttäuschung gross, da wir so knapp doch noch verloren haben. Aber schlussendlich waren die Basler doch einen Zacken besser als wir.» Der EHC wirkte tatsächlich souveräner, denn die vielen Fehlpässe der Aarauer in der Spielauslösung liess das Heimteam unsicher wirken.

Wittwer ganz für die Aarauer

Für Wittwer wäre es ein ganz besonderes Tüpfchen auf dem I gewesen gegen die Basler zu gewinnen - von Wehmut keine Spur: «Ich fühle mich sehr wohl bei Aarau, auch wenn ich sechs Jahre bei Basel war. Es ist ja immer noch mein Stammteam.» Trotzdem ist es vor allem dem Torwart Gregory Keller zu verdanken, dass die Basler ihre Führung nicht ausbauen konnten und er war auch nach Wittwers Meinung der Spieler des Tages für die Aarauer.