Handball NLA

In Basel hat der HSC Suhr Aarau endlich den Killerinstinkt bewiesen

Misha Kaufmann verkündet überzeugt: «Wir sind sogar noch etwas stärker, als ich im Vorfeld der Saison angenommen habe.»

Misha Kaufmann verkündet überzeugt: «Wir sind sogar noch etwas stärker, als ich im Vorfeld der Saison angenommen habe.»

Der HSC Suhr Aarau besiegt NLA-Aufsteiger RTV Basel auswärts klar und deutlich mit 34:22. Nach vier Partien hat die Mannschaft von Trainer Misha Kaufmann zwei Siege und zwei Niederlagen auf ihrem Konto.

Der HSC Suhr Aarau deklassiert den RTV Basel auswärts gleich mit zwölf Toren Differenz. Klar, als ambitionierter Verein mit dem Saisonziel Finalrunde mussten beim NLA-Aufsteiger zwei Punkte her. Doch die Art und Weise des HSC-Auftritts vom frühen Samstagabend hinterlässt einen nachhaltig positiven Eindruck.

Es ist, neben den beiden Niederlagen auswärts gegen die Kadetten Schaffhausen (24:26) und zu Hause gegen Kriens-Luzern (25:29) der zweite Sieg des HSC im vierten Spiel der Saison. Den ersten Sieg hatte sich die Mannschaft von Misha Kaufmann auswärts bei Fortitudo Gossau geholt. Damals war der Cheftrainer nach der Partie trotz des mit 33:23 überaus deutlich ausgefallenen Sieges merklich verstimmt gewesen.

Ganz anders präsentierte sich der Gemütszustand des 34-Jährigen nach der Machtdemonstration des HSC Suhr Aarau in Basel: «Wir sind sogar noch etwas stärker, als ich im Vorfeld der Saison angenommen habe.» Kaufmann ist sehr zufrieden mit «dem Tempospiel. Das machen wir sehr gut. Der RTV hatte enorm Mühe, unser Tempo mitzugehen und ist deshalb zum Schluss eingebrochen.»

Auf der Platte zeigte sich das im Spielverlauf deutlich: Sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit vermochte der NLA-Aufsteiger jeweils in der Schlussphase nicht mehr mit dem HSC mitzuhalten. So erspielte sich der Favorit vor der Pause ein Polster von sieben und zur Schlusssirene eines von zwölf Treffern.

Kein super Start

Nach dem Sieg in Gossau hatte sich Kaufmann darüber geärgert, dass sein Team den nötigen Killerinstinkt hatte vermissen lassen. In Basel war das nun nicht der Fall: «Jetzt haben wir bewiesen, dass wir Killer sind. Es war nicht so ein klares Spiel, wie in Gossau. Umso schöner, dass meine Mannschaft in der Schlussphase noch einen Zacken hat zulegen können und so für die deutliche Differenz gesorgt hat.»

Nach vier Meisterschaftspartien steht der HSC Suhr Aarau nun also bei zwei Siegen und ebensovielen Niederlagen. «Wir haben die vier Punkte geholt, die wir holen mussten – aber auch nicht mehr. Von einem super Start in die Saison können wir deshalb nicht sprechen», sagt Co-Captain Tim Aufdenblatten.

Der 22-jährige Spielmacher zeigte gegen den RTV erneut einen starken Auftritt und war mit elf Treffern der erfolgreichste Werfer seines Teams. «Leider haben wir es aber zwei Mal verpasst, gegen bessere Gegner Punkte mitzunehmen. Trotzdem haben wir gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist.»

Eine Woche, zwei Partien

In dieser Woche stehen für den HSC gleich zwei wichtige Ernstkämpfe an: Am kommenden Mittwoch trifft Suhr Aarau in den Sechzehntelfinals des Schweizer Cups auswärts auf den NLB-Klub SG Wädenswil/Horgen (Anpfiff: 20.30 Uhr). Vier Tage später ist der BSV Bern Muri in der Aarauer Schachenhalle (Anpfiff: 16.00 Uhr) zu Gast.

Als Gast beziehungsweise als einer der 350 Zuschauer war am Samstag im Rankhof auch Ehrencaptain Patrick Romann mit dabei. Und das wird er auch gegen den BSV in einer Woche sein: Denn der 25-Jährige wird nach seinem Rücktritt per Ende der vergangenen Saison beim Heimspiel am kommenden Sonntag zusammen mit Ilan Baumann und Lukas Strebel vom HSC offiziell verabschiedet.

Den Matchbericht des Spiels gegen den RTV Basel finden Sie hier.

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