Basketball

Im Westen viel Neues – Alte Kanti schlägt den neuen Erzrivalen

Mladen Radic (27 Punkte) wurde zum Spieler der Partie gewählt.

Mladen Radic (27 Punkte) wurde zum Spieler der Partie gewählt.

Die Westschweizer befinden sich auf dem dritten Platz, und haben sich in der Rückrunde zum absoluten Geheimtipp gemausert. Doch Aarau gibt sich keine Blösse: 93:77-Sieg.

Im Hinspiel gegen Aarau lag Pully knappe drei Viertel in Front, angeführt von ihrem Topskorer und Routinier Albert Myles, der an diesem Abend 40 Punkte erzielte. Doch im letzten Viertel bündelte Aarau noch einmal alle Kräfte und setzte im letzten Viertel zu einer historischen 14-Punkte-Aufholjagd an, um das Spiel schliesslich in der Verlängerung doch noch für sich zu entscheiden.

Kampf ab der ersten Sekunde

Das Rückspiel hielt von Anfang an, was sich der unparteiische Zuschauer erhofft hatte. Die Gastgeber zeichneten sich von Beginn an durch ihre Schnelligkeit und ihren Zug zum Korb aus, was die Aarauer immer wieder zu Fouls zwang. Im Verlauf des ersten Viertels begann sich die Heimmannschaft allerdings darauf zu versteifen, und vergass dabei ihre Stärke von aussen. Aarau gestaltete seine Angriffe variabler und konnte sich dadurch in der ersten Hälfte einen leichten Vorsprung erarbeiten.

Hochemotionale Schlussphase

Trotz eines zweistelligen Vorsprungs über längere Zeit war die Partie noch immer völlig offen. Entsprechend intensiv wurde weitergekämpft, und entsprechend sensibel reagierten die Akteure auf die Entscheidungen der Schiedsrichter.

Die Foulpfiffe blieben jedoch vermehrt aus, da auf beiden Seiten härter eingestiegen wurde. Pullys Captain Omar Ahatri litt am meisten darunter, und liess die Schiedsrichter vermehrt seinen Frust spüren, wenn nicht sogar hören.

Der Pully-Frust erreichte seinen Höhepunkt, als der Hallenspeaker wutentbrannt in Schiedsrichternähe seine Notizen zu Boden schmetterte. Die Strafe folgte auf dem Fuss, und mit einem «J'ai compris» musste der grösste Pully-Fan dieses Abends die Halle verlassen.

Trotz dieses Zwischenfalls und einer 15-Punkte-Differenz gab sich Pully nicht auf – im Gegenteil. Topskorer Myles erwachte plötzlich zum Leben, und streute seine ersehnten Punkte ein, während ein überraschend starker Johann Bugnion von seiner Vielseitigkeit profitierte.

Der unbedingte Siegeswille hatte aber schon längst Überhand genommen, und ein geordnetes Angriffsspiel praktisch unmöglich gemacht. Dadurch stand sich Pully am Ende selbst im Weg, und kam nicht mehr näher als zehn Punkte heran.

Potenzieller Final?

So entschied Aarau diese überaus spektakuläre Partie für sich, und steht nun zwei Runden vor Ende der regulären Saison auf dem sicheren ersten Playoff-Platz. Pully wird bei der momentanen Tabellensituation erst wieder im Finale auf den BC AKA treffen. Die Leidenschaft, die diese Partie bestummen hat, verspricht hochspannende Spiele, falls es dazu kommen sollte.

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