Landhockey
Im Final wartet Servette auf den Serienmeister aus Wettingen

Rotweiss Wettingen legte bereits mit einem 4:0-Auswärtssieg in Olten den Grundstein für den Finaleinzug. Auf der heimischen Bernau setzte sich der Rekordmeister mit 5:4 gegen die Dreitannenstädter durch und trifft im Final auf Servette.

Alexander Wagner
Merken
Drucken
Teilen
Landhockey Halbfinal Wettingen - Olten
8 Bilder
Jan Hödle (rechts, Rotweiss) erzielt seinen dritten Treffer für Wettingen.
Benjamin Berger (links, Olten) gegen Yves Morard (rechts, Rotweiss).
Christian Angst (rechts, Rotweiss) erzeilt das 4:2 für Wettingen.
Marco Michel (links, Rotweiss) im Luftduell um den Ball.
Manuel Keller (links, Rotweiss) gegen Rolf Fallegger (rechts, Olten).
Christian Angst (links, Rotweiss) gegen Pascal Schulthess (rechts, Olten).
Christian Angst (links, Rotweiss) gegen Pascal Schulthess (rechts, Olten).

Landhockey Halbfinal Wettingen - Olten

Foto Wagner

In der ersten Halbzeit spielten die Gastgeber dominant und diktierten die Partie. Trotzdem gelang dem Schweizer Serienmeister nur ein Treffer durch den starken Jan Hödle. Sekunden vor der Sirene musste Wettingen nach einer kurzen Ecke den Ausgleich hinnehmen.

Danach konnten die Aargauer immer wieder vorlegen, doch Olten blieb hartnäckig dran und kurz vor dem Schlusspfiff gelang den Gästen erneut der Ausgleich zum 4:4. Doch die Wettinger konnten im Stile einer grossen Mannschaft immer wieder antworten und erneut war es Hödle, welcher schliesslich den knappen Sieg bewerkstelligte.

Immer wieder tauchten gleich mehrere Oltner alleine vor Wettingens Keeper Käufeler auf. «Wir hatten öfters grössere Löcher in der Abwehr», musste auch der dreifache Torschütze kritisch anmerken. Trotzdem war er natürlich mit dem Sieg und seiner Leistung zufrieden. «Drei Treffer von mir sind schon eher selten. Vor allem in einem Halbfinal», meinte der 22-jährige Wettinger mit einem verschmitzten Lächeln.

Bei Wettingen schien nach dem Führungstreffer die letzte Konsequenz zu fehlen. «Nach dem 1:0 für uns haben wir gewusst, dass es schwer wird für Olten. Da haben wir es etwas schleifen lassen. Aber wir konnten immer wieder antworten. Das war positiv», meinte Manuel Keller, der bei Rotweiss gross wurde und mit seiner Bundesligaerfahrung einer der absoluten Führungsspieler ist.

Damit treffen die Wettinger am nächsten Wochenende im Final auf Servette Genf, welches souverän und ohne Niederlage durch die Meisterschaft marschierte. «Sie haben sich gut verstärkt», weiss Trainer Philip Keller. So laufen für die Romands Nationalspieler aus Belgien, Frankreich und Argentinien auf.

Zudem spielen mit Beni Messerli und Goalie Nicolas Böhnlein zwei Akteure, welche das Hockey-ABC auf der Bernau in Wettingen gelernt haben.

Brisanter Final gegen Servette

«Servette ist eher Favorit. Aber wir haben viele Finals gespielt», weiss der Trainer. Das hat seine Mannschaft eindrücklich bewiesen, setzte sie sich doch im Cupfinal durch und fügte damit Servette die einzige Niederlage der Saison zu. In die gleiche Kerbe schlägt Sportchef und Co-Trainer René Schmidli: «Servette ist technisch gut, hat aber noch keinen wichtigen Final gewonnen.»

Der ehemalige Rekordnationalspieler vertraut seiner Mannschaft in den wichtigen Momenten: «Rotweiss ist jeweils auf den Punkt bereit und kann, wenn es nötig wird, seine Leistung abrufen», ist der frühere Goalgetter überzeugt. Für genügend Brisanz im Final ist auf jeden Fall gesorgt.