Beat Stirnemann, der Verband will seine Strukturen professionalisieren. Dabei plant er ohne Sie. Haben Sie zu wenig professionell gearbeitet?

Beat Stirnemann: Ich bin seit 12 Jahren im Verband tätig. Zunächst im Nachwuchs, seit 2009 bei der Elite und der U23. Schauen Sie auf die Resultate, die sprechen für sich. Wir gehören zu den Top-Nationen. An den Ergebnissen kann es kaum gelegen haben, dass ich die Kündigung erhalten habe.

An was könnte es gelegen haben?

Das müssen Sie die Leute im Verband fragen. Ich frage mich aber schon, wie die Professionalisierung finanziert werden soll.

Hat man Sie gefragt, ob Sie in der zukünftigen Strategie mitmachen möchten?

Nein, mein Vertrag endet am 31.August. Ich habe um ein Gespräch gebeten. Umsonst, es hat nie eines stattgefunden.

Weshalb nicht?

Das müssen Sie nicht mich fragen.

Waren Sie gewissen Leuten zu unbequem?

Vielleicht, wenn es um die Vertretung der Interessen ging, habe ich mich im Zweifelsfall für die Fahrer und nicht für den Verband eingesetzt.

Wie gross ist Ihre Enttäuschung?

Ich muss aufpassen, was ich jetzt sage. Sagen wir es so: Ich hätte gerne weitergemacht. Ich fühle mich überhaupt nicht ausgebrannt und bin überzeugt, dass ich weiterhin etwas bewegen hätte können.

Erschwert die Kündigung die Arbeit für die Olympischen Spiele?

Im Gegenteil: Ich bin motivierter denn je. Ich werde 150 statt 110 Prozent geben.

Das klingt nach Trotzreaktion...

...das überlasse ich Ihnen. Vielleicht kann ich mit einem erfolgreichen Abschneiden in London meinen Marktwert für künftige Aufgaben steigern.