Playoff-Viertelfinal
HSC-Trainer Misha Kaufmann vor Spiel zwei: «Wir müssen die richtigen Schlüsse aus unseren Fehlern ziehen»

Der 33-Jährige blickt optimistisch auf die zweite Partie der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Kadetten Schaffhausen vom Mittwochabend (20.00 Uhr). Er ist überzeugt davon, dass sein HSC Suhr Aarau trotz 0:1-Rückstand in dieser Serie noch ein Wort mitzureden hat.

Dean Fuss
Merken
Drucken
Teilen
HSC-Trainer Misha Kaufmann weist seinem Team den Weg für das zweite Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Kadetten Schaffhausen.

HSC-Trainer Misha Kaufmann weist seinem Team den Weg für das zweite Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Kadetten Schaffhausen.

Alexander Wagner

«Ich schaue sehr positiv auf das zweite Spiel der Serie. Das wird eine komplett andere Partie», sagt Misha Kaufmann am Dienstagmorgen gegenüber der «Aargauer Zeitung».

Der 33-jährige Trainer des HSC Suhr Aarau ist überzeugt, dass sein Team gegenüber dem mit 21:27 verlorenen Auftakt in die Playoff-Viertelfinalserie vor knapp einer Woche «besser sein wird» als in der Vorwoche.

Der Torhüter machte den Unterschied

«Im ersten Spiel der Serie haben wir uns selber ein Bein gestellt», sagt Kaufmann. Sein Team sei unglaublich gut gestartet, habe den Tritt schnell gefunden – und das alles dann selber vergeben. «Der gegnerische Torhüter (Simon Kindle, Anm.d.Red.) hat uns zwischen der 25. und der 40. Minute den Zahn gezogen.»

In der Tat, kam Kindle bei 35 Würfen auf 14 Paraden, was einer herausragenden Abwehrquote von 40 Prozent entspricht. Immer wieder scheiterte die HSC-Offensive aus ausichtsreichen Positionen an Kindle. Kommt hinzu, dass HSC-Goalie Dario Ferrante zwar eine gute, mit einer Abwehrquote von 25 Prozent aber eben keine herausragende Partie spielte.

Den Matchplan nicht ideal umgesetzt

HSC-Topskorer Tim Aufdenblatten, der auch zum Auftakt der Playoffs mit sechs Treffern gleich der erfolgreichste Werfer seines Teams war, erläuterte im TV-Interview nach der Partie, dass seine Mannschaft mit einem guten Plan in die Partie gegangen sei, dessen Umsetzung aber mangelhaft gewesen sei.

Dass der Matchplan gut gewesen sei, dem pflichtet auch Trainer Kaufmann bei. Nichtsdestotrotz wird er sein Team in Spiel 2 nicht mehr mit derselben Strategie ins Rennen schicken: «Wir gehen nie mit demselben Plan wie in der Partie zuvor ins Spiel. Es gilt immer zu optimieren. Aus den Fehlern, die wir gemacht haben, die richtigen Schlüsse zu ziehen.»

Wertvolle Erfahrungen sammeln

Gleichzeitig gilt es zu betonen, dass die 21:27-Niederlage vom vergangenen Donnerstag alles andere als ein Untergang war. Zwar mag die Differenz von sechs Toren etwas darüber hinweg täuschen, doch machte der HSC über weite Strecken der Partie eine gute Falle.

Insbesondere, wenn man bedenkt, dass es für 14 der 16 Spieler im Kader des HSC Suhr Aarau die allererste Playoff-Partie war. «Für unsere jungen Spieler ist das grossartig, sie sammeln hier wertvolle Erfahrungen. Deshalb ist es auch enorm wichtig, dass wir die Jungen längerfristig an den Klub binden können», sagt Kaufmann. Etwas, was im Fall von Tim Aufdenblatten bekanntermassen ideal gelungen ist: Trotz lukrativer Angebote anderer Klubs hat der 22-jährige Rückraumspieler erst unlängst seinen Vertrag bis 2022 verlängert.

Blessuren auskuriert

Positiv stimmt Kaufmann im Hinblick auf die zweite Partie der Serie, dass seine Spieler eine Woche Zeit hatten, die Playoff-Eindrücke und im Vorfeld erlittene Blessuren etwas auszukurieren. So konnte er in Schaffhausen in der zweiten Halbzeit diverse Akteure nur noch bedingt einsetzen.

Captain Patrick Romann leidet weiter unter seiner in der Finalrunde erlittenen schweren Gehirnerschütterung und konnte deshalb nur in der Verteidigung eingesetzt werden. Milan Skvaril hingegen kann aufgrund seiner zwei gebrochenen Finger nur im Angriff eingesetzt werden.

Beau Kägi, der in der vergangenen Woche nach langer Verletzungspause (Kreuzbandriss) sein Comeback gegeben hatte, ist noch nicht wieder voll im Wettkampfrhythmus. Kommt hinzu, dass sich Tim Aufdenblatten mit einer schmerzhaften Entzündung herumplagt, die sich aber gemäss Klubinformationen abgeschwächt haben soll.

HSC erwartet ein Tollhaus

Eine andere Partie, wie sie Kaufmann verspricht, wird es am Mittwochabend schon nur werden, weil die beiden Mannschaft mit einem Tollhaus rechnen dürfen. Im Gegensatz zur BBC Arena, wo die 468 Zuschauer nicht für einen würdevollen Rahmen für die Partie zu sorgen vermochten, dürfte die Schachenhalle voll und die Stimmung grandios werden.