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HSC-Trainer Misha Kaufmann vor der Auftaktspartie: «Die Jungs sind hungrig wie ein Tiger»

Misha Kaufmann, Trainer des HSC Suhr Aarau, und seine Mannschaft sind bereit für den Saisonstart gegen die Kadetten Schaffhause.

Der HSC Suhr Aarau startet auswärts gegen die Kadetten Schaffhausen in die neue Saison. Trainer Misha Kaufmann ist zufrieden mit der Vorbereitung seines Teams.

140 Tage des Wartens sind genug. Wenn das Schiedsrichter-Duo heute Abend (19.30 Uhr) die Partie zum Saisonauftakt freigibt, endet für Spieler, Staff und Fans des HSC Suhr Aarau eine lange Durststrecke. Die Aargauer starten ausgerechnet dort in die Saison 2018/19, wo sie die vergangene Spielzeit beendet hatten: in der Schaffhauser BBC Arena.

Gegen denselben Gegner, die Kadetten Schaffhausen, hatte sich der HSC im vergangenen Frühling in den Playoff-Viertelfinals in der Best-of-5-Serie gleich mit 0:3 geschlagen geben müssen. Nach zwei Niederlagen mit sechs beziehungsweise drei Treffern Differenz in den ersten beiden Partien wurde das verletzungsbedingt dezimierte Suhr Aarau zum Abschluss der Serie richtiggehend vorgeführt und verabschiedete sich mit einer 16:31-Pleite in die Sommerpause. Es war das unwürdige Ende einer starken Saison, in der sich der HSC im zweiten Jahr nach dem Aufstieg zum zweiten Mal für die Finalrunde qualifiziert hatte.

Heute ist der Tag der Revanche gekommen. «Die Jungs sind hungrig. Sie lechzen nach dem Saisonstart wie ein ausgehungerter Tiger nach Fleisch», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann. Der 34-Jährige blickt zuversichtlich auf den Saisonstart. «Es geht heute Abend nur um uns und unsere Leistung, nicht um diejenige des Gegners. Wenn wir unser Potenzial abrufen können, bin ich überzeugt, dass wir die Kadetten besiegen», sagt er.

Positive Vergleiche

Die Vergangenheit dürfte Kaufmann und sein Team in ihrer Überzeugung bestärken: Im ersten Vergleich der Saison mit den Kadetten Schaffhausen sahen die Aargauer zuletzt jeweils sehr gut aus. 2017/18 trennten sich der HSC und die Kadetten in der 3. Runde in der Schachenhalle 27:27 unentschieden. 2016/17 triumphierte der HSC in der 2. Runde auswärts gar sensationell mit 33:24. Gute Vorzeichen also vor dem Auftritt beim Favoriten, dessen offizielles Budget für die 1. Mannschaft mit 2 Millionen Franken mehr als doppelt so hoch ist wie dasjenige des HSC Suhr Aarau (900 000 Franken).

Um die finanzielle Differenz wettzumachen, hat sich der HSC umso intensiver auf die neue Saison vorbereitet. Trainer Kaufmann zeigt sich zufrieden mit seinem Team: «Im Grossen und Ganzen war das sehr positiv. Wir sind in unserem Spiel variabler geworden, haben sowohl auf taktischer als auch athletischer Ebene sehr gut gearbeitet», sagt er und fügt an: «Wir waren zum Zeitpunkt des Saisonstarts noch nie so weit wie jetzt.» Kaufmann muss es wissen, schliesslich steigt er heute Abend bereits in seine dritte Saison an der Seitenlinie des HSC.

Die Ziele

In Sachen Zielsetzung hält sich Kaufmann mit offiziellen Verlautbarungen zurück, lässt aber durchblicken, dass er mehr anstrebt als der von den Klubverantwortlichen geforderte fünfte oder sechste Schlussrang: «Auf den Plätzen 1 bis 7 ist meiner Meinung nach sehr vieles möglich. Die Mannschaften sind noch einmal näher zusammengerückt», sagt er dazu. Etwas hat der HSC im Gegensatz zur vergangenen Saison bereits jetzt auf sicher: Nach dem Abstieg des TV Endingen in die NLB ist und bleibt der HSC Suhr Aarau unangefochtener Platzhirsch im Kanton Aargau.

Von gröberen Verletzungen blieben die Spieler des HSC in der Vorbereitung verschont. Ob Rückraumspieler Raphael Rohr (Ellenbogen) und Flügel Beau Kägi (Fuss) allerdings heute fit sind, wird sich erst kurz vor Spielbeginn zeigen.
Heimauftakt erst Mitte September

Bald im Schachen

Weil der HSC zum Saisonauftakt zuerst zwei Mal in der Fremde antreten muss, taucht die Aarauer Schachenhalle erst in zweieinhalb Wochen zum ersten Mal in der Saison 2018/19 im Spielplan auf: Am Samstag, 15. September, trifft der HSC Suhr Aarau zu Hause auf den HC Kriens-Luzern.

Zuerst liegt nun aber die Konzentration auf der Auftaktpartie in Schaffhausen, wo der HSC möglichst bereits ein Ausrufezeichen setzen will.

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