Handball NLA
HSC Suhr Aarau verpasst Sprung auf Platz fünf nach der Niederlage gegen Kriens Luzern

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben am Sonntagnachmittag des 11. März 2018 ihr vorletztes Finalrunden-Heimspiel gegen den HC Kriens-Luzern mit 28:30 verloren. Im Direktduell um Platz fünf schlossen die Mannen von Cheftrainer Misha Kaufmann am vergangenen Mittwoch mit dem sensationellen 29:25-Heimsieg über den Cupsieger Pfadi Winterthur noch bis auf einen Punkt zu den Innerschweizern auf, verpassten es aber am Sonntag, sie vom fünften, im Hinblick auf die Playoff-Viertelfinals zum Ziel gesetzten, fünften Tabellenrang mit einem Unentschieden oder Sieg zu verdrängen.

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HSC Suhr Aarau - HC Kriens Luzern

HSC Suhr Aarau - HC Kriens Luzern

Franz Schefer

Vor 882 Zuschauerinnen und Zuschauern verkündete der Traditionsverein vor dem Anpfiff stolz die vorzeitige und langfristige Vertragsverlängerung seines Eigengewächses Tim Aufdenblatten. Der 22-jährige, umworbene Topspieler bleibt seinem Stammverein bis mindestens 2022 treu und liess verkünden, dass er «überzeugt davon ist, zusammen Grosses erreichen zu können und zu werden.»

Gegen den HC Kriens-Luzern sollte dabei der erhoffte, dritte Finalrundensieg der Vereinsgeschichte eingefahren werden. Zu den rekonvaleszenten Beau Kägi und Captain Patrick Romann gesellte sich mit Martin Prachar ein weiterer Abwesender. Dies jedoch aus schönem Grund – der Abwehrhüne wurde in der Nacht auf Sonntag Vater von Tochter Ema.

Dezimiert, angeschlagen und krank präsentierte sich die HSC-Equipe entsprechend und verschlief jeweils den Auftakt in beiden Halbzeiten, indem es sechs bzw. zu Beginn der zweiten Halbzeit gar acht Minuten ohne Torerfolg blieb.

Im Angriff vermochte es dabei leider nicht an die Performance von vergangenem Mittwoch anzuknüpfen, spielte nicht ganz so beweglich und fand zu selten Lösungen gegen die Abwehr der Luzerner. Raphael Rohr fasste sich offensiv immer wieder ein Herz, traf spektakulär und hatte damit massgeblichen Anteil, dass sein Team Anschluss hielt.

Dann zog der Gegner vor der Halbzeit davon, weil es die Unsicherheiten und Fehler des Heimteams gnadenlos zu bestrafen wusste und das Spiel in der Folge bis zum Platzverweis von Abwehrchef Daniel Fellmann kontrollierte.

Sieben Tore betrug der Gästevorsprung acht Minuten vor dem Ende, Rückraumshooter Luca Spengler war mit letztlich neun Toren besonders in heiklen Momenten immer wieder zur Stelle. Der HSC schaffte mit letzter Kraft den erneuten Anschluss, brachte sich aber nicht mehr in Position, um den für den Rangtausch erforderlichen Punkt zu gewinnen.

«Wir sind heute enttäuscht von unserer Leistung, waren nicht bereit, uns zu bewegen und den Kampf anzunehmen», konsultierte Cheftrainer Misha Kaufmann nach dem Spiel. Für ihn und sein Team ergibt sich am kommenden Donnerstag, 15. März 2018 auswärts beim Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen (20.15 Uhr BBC-Arena) die nächste Gelegenheit, es besser zu machen.

Matchtelegramm

Suhr Aarau - Kriens-Luzern 28:30 (11:14)

882 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau, 10-mal 2 Minuten plus Disqualifikation (44. Fellmann/3 Zweiminuten-Strafen) gegen Kriens-Luzern.

Suhr Aarau: Ferrante (1); Reichmuth (3), Baumann (3/2), Skvaril (4), Aufdenblatten (4), Laube, Lukas Strebel (2), Rohr (6), Patrick Strebel (3), Slaninka (2).

Kriens-Luzern: Willimann (bis 47.), Bar (ab 47.); Fellmann (2), Wipf (2), Blättler (7/1), Engler (3), Spengler (9), Vögtli, Alili (1), Ramseier (5), Hofstetter (1), Delchiappo, Schramm.

Bemerkungen: Suhr Aarau ohne Romann, Kägi (verletzt) und Prachar (Vaterschaft), Kriens-Luzern ohne Nyffenegger und Radovanic (beide verletzt). – Verhältnis verschossener Penalties: 1:0.

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