Handball
HSC Suhr Aarau schrammt bitter an ersten Finalrunden-Punkten vorbei

Auch im zweiten Spiel der Finalrunde müssen die Handballer des HSC Suhr Aarau als Verlierer vom Platz: 25:24-Niederlage gegen Pfadi Winterthur.

Lukas Wernli
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Kein Durchkommen für Suhr Aaraus Stevan Kurbalija am Kreis.

Kein Durchkommen für Suhr Aaraus Stevan Kurbalija am Kreis.

Alexander Wagner

22 Sekunden waren in einer intensiven Partie in Winterthur noch zu spielen: HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann zog seine letzte Auszeit des Abends und ging beim Stand von 24:24 volles Risiko, indem er den vermeintlich finalen und ersten Führungstreffer seines Teams mit sieben Feldspielern herbeiführen wollte.

Bei angezeigtem Zeitspiel bedeutete der Fehlpass von Rückraum-Youngster Raphael Rohr dann allerdings die erneute Pfadi-Führung durch Kreisläufer Gavranovic, die in den verbleibenden acht Spielsekunden nicht mehr in ein hochverdientes Unentschieden umgewandelt werden konnte – die bitterste aller HSC-Niederlagen in dieser Saison.

«Wir haben heute zwei Punkte auf der Hand und gehen mit Nichts nach Hause, das ist unglaublich bitter», zeigte sich Kaufmann nach der Partie enttäuscht. Seine Mannschaft bot während der zweiten Finalrundenpartie wiederum einen grossen Kampf und legte, wie vom Cheftrainer gefordert, gegen ein dezimiertes Pfadi (u.a. ohne Hess, Vernier, Sidorowicz und Tynowski) gemeinsam «ihr Herz auf das Spielfeld».

Nach zwischenzeitlichem 10:13-Pausenrückstand und verhaltenem Start (15:19 in der 41. Spielminute) in den zweiten Durchgang gelang dem Team dies nach der einberufenen Auszeit eindrücklich.

Innert fünf Minuten spielten sich die Adler, angeführt von ihrem Captain und überragenden neunfachen Torschützen Patrick Romann, dessen Rückraum-Kollegen Tim Aufdenblatten und Raphael Rohr sowie Rückhalt Mihailo Radovanovic, zum erstmaligen Ausgleich (20:20), den sie in der Folge trotz vieler Zeitstrafen und einer direkten roten Karte gegen Abwehrchef Martin Prachar dezimiert via 21:21 bis zum 24:24 bestätigen konnten. Was folgte «ist in der Gegenwart natürlich eine extreme Enttäuschung und auch einschneidend, für unsere Zukunft aber wird sie extrem wertvoll sein», so Kaufmann.

Bereits am kommenden Sonntag sind er und sein Team nächstmals in der Finalrunde gefordert. Beim viertplatzierten HC Kriens-Luzern (16.30 Uhr, Krauerhalle Kriens) sollen die gemeinsam gelebte Leidenschaft und der grandiose Kampf nun zu den ersten, längst verdienten HSC-Punkten im Handballjahr 2017 führen.

Telegramm:

Pfadi Winterthur – HSC Suhr Aarau 25:24 (13:10)

Eulachhalle Winterthur. - 500 Zuschauer. - SR: Jergen/Zaugg.

HSC Suhr Aarau: Pramuk (2 Paraden), Radovanovic (8/2 Paraden), Bräm (1), Baumann (1/1), Romann (9), Aufdenblatten (8), Rohr (3), Kurbalija (1), P. Strebel (1), L. Strebel, Kägi, Prachar.

Pfadi Winterthur: Vaskevicius (6 Paraden), Schulz (2 Paraden), Ott (2), Maros (1), Langerhuus (4/1), Gavranovic (2), Lier (6), Jud (5/1), Scheuner (4), Svajlen (1).

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