Handball

HSC Suhr Aarau: Nahe an der Sensation gegen den Serienmeister

Die Handballer des HSC Suhr Aarau sind hellwach aus der Nationalmannschaftspause zurückgekehrt und waren trotz des 27:29 einem zweiten Erfolgserlebnis gegen den Serienmeister und Leader Kadetten Schaffhausen sehr nahe.

Mehr Klasse, das breitere Kader, ein riesiges Erfahrungsplus, das unverkennbare Bemühen, einer erneuten Schmach zu entgehen – in der zweiten Meisterschaftsrunde siegte der HSC Suhr Aarau in Schaffhausen 33:24. Und schliesslich das Finden in den Meisterschaftsbetrieb neben den Aufgaben in der Champions League. All das sprach für das Gästeteam, für Leader und Meisteranwärter Nummer 1, Kadetten Schaffhausen.

Und dieses Empfinden stützten Argumente, die gegen den HSC Suhr Aarau sprachen bei seinem Heimspiel im «Exil» in Lenzburg. Den Ausfall von Torhüter Mihailo Radovanovich galt es hinzunehmen. Der Mann, der in der Vorrunde mit seinen Glanzparaden so vieles zum erstaunlichen Auftreten des Aufsteigers gesorgt hat, muss wegen einer Bänderverletzung am Knie pausieren. Und schliesslich spielte ein Umbruch im Umfeld der ersten Mannschaft mit: die Trennung von Sportchef Guido Frei.

Locatellis brillanter Einstand

Stichhaltige Argumente für eine frühe Entscheidung waren das nicht. Vielmehr entwickelte sich eine hochspannende, ausgeglichene Partie zwischen den beiden von der Herkunft und den finanziellen Möglichkeiten her so unterschiedlichen Equipen. Enorme Mühe bekundeten die Schaffhauser mit der Suhrer Deckung mit dem vorgestellten «Riesen» Ronnie Vilstrup. Und hinter der dichten Abwehrkette agierte Silen Locatelli in seinem ersten NLA-Spiel im Stile eines Routiniers. Mit zwölf Paraden stand er seinem Gegenüber bei den Schaffhausern, Nationalgoalie Aurel Bringolf, in nichts nach.

Zwar deutete sich in den letzten zehn Minuten vor der Pause ein Kräftenachlass an. Der HSC geriet mit 11:14 in Rücklage. Doch nach dem Wiederbeginn kämpfte er sich zurück. Nach knapp 43 Minuten herrschte wieder Einstand (19:19). Und obwohl der Heimklub nie mehr in Führung gehen konnte, blieb der Ausgang bis zu den letzten viereinhalb Minuten (26:26) offen.

Details

Und wie beurteilte der fast Matchwinner Locatelli die Partie? Der 2-m-Mann sagte: «In den ersten 25 Minuten hatten wir alles im Griff, in der zweiten Hälfte aber wurde es schwierig.» Die Defensive sprach er an. Die Absprache mit den Verteidungsblöcken habe nicht wunschgemäss funktioniert. «Nicht alle erfüllten ihren Job, auch ich nicht.» Das Dranbleiben manifestiere aber, dass «wir auch etliches richtig gemacht haben». Bescheiden richtete er einen Dank an die aufopferungsvolle Defensivarbeit der Feldspieler. Dass es am Schluss doch nicht ganz gereicht hat, führte er auf «kleine Fehler, Details» zurück.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1