Handball
HSC Suhr Aarau glückt Revanche gegen bisher einzigen Bezwinger

Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat sein elftes Heimspiel der Saison 2015/16 am frühen Sonntagabend des 20. März 2016 gegen den HC KTV Altdorf mit 35:25 gewonnen. Bereits zur Pause führte das Team dabei mit 18:12.

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Das macht Freude: Der HSC Suhr-Aarau ist seinem Ziel wieder ein Stück näher gekommen (Archivbild).

Das macht Freude: Der HSC Suhr-Aarau ist seinem Ziel wieder ein Stück näher gekommen (Archivbild).

Foto Wagner, Siglistorf

Ins Duell gegen seinen bisher einzigen Bezwinger der Saison 2015/16 startete das Team entsprechend motiviert und konzentriert - hatte es dabei doch noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen. Dabei traten sie ohne den rekonvaleszenten Teamleader Misha Kaufmann an, der frisch operiert in unmittelbarer Nähe zum Team hinter der Bank Platz nahm, dafür aber wieder mit Lukas Strebel, der nach seiner im Derby gegen Siggenthal abgesessenen Sperre, ins Team zurück kehrte.

Vor 350 Zuschauerinnen und Zuschauern, die trotz herrlichem Frühlingswetter und parallelem Heimspiel des FC Aarau, den Weg in die Schachenhalle fanden und eine tolle Ambiance bildeten, startete das Heimteam entsprechend bestimmt in die Partie. Das hohe Tempo, mit dem die Angriffe von Beginn an vorgetragen wurden, beeindruckte. Hinzu kam die ungemeine Präzision im Passspiel und Abschluss, die von Beginn an dazu führten, dass das Spiel stets unter eigener Kontrolle war.

Unaufhaltsame Aarauer

Via 2:1 und 4:2 setzten sich die Gastgeber so bis zur zehnten Spielminute unaufhaltsam und sehenswert kombinierend auf 9:4 ab. Die Altdorfer starteten dabei überraschend nicht mit Stammtorhüter Luthiger in die Partie, wobei sich dieser aber bereits früh hinter der Bank auf seinen Einsatz vorbereitete.

Es dauerte jedoch weitere zehn Spielminuten, bis die Altdorfer Nummer Eins schliesslich ins Spielgeschehen eingriff. In der Zwischenzeit befand sich Gegenüber Pramuk, motiviert durch die schnelle und gefällige Performance seiner Vorderleute, bereits gut in der Partie. Die Shooter Koljanin und Obad trafen zwar vermehrt, ansonsten aber liess die HSC-Abwehr gemeinsam ackernd nur wenig zwingende Chancen und Torerfolge zu.

Altdorf spielte keineswegs schlecht - das Heimteam aber trat angeführt von den überragenden Tim Aufdenblatten und Ljubomir Josic schlicht stilsicherer und bestimmter auf, und führte so die Partie stets verdient an. Beim Stand von 13:9 in der 23 Spielminute bestand seitens Trainer Guido Frei dann dennoch erstmals Redebedarf. Sein Time-Out unterbrach dabei eine nun etwas fehlerhaftere Phase die das Team einzog. Diese gestanden die Anhänger dem Team jedoch gerne ein, spielte es doch ansonsten äusserst präzis, gefällig sowie überlegt und vermochte nach der Auszeit unmittelbar dazu zurück zukehren.

Alle Kaderspieler am Erfolg beteiligt

Die schön zu Ende gespielten Kombinationen auf den sicher verwandelnden Flügel Patrick Strebel stehen sinnbildlich dafür und führten zur letztlich klaren und vollends verdienten 18:12-Pausenführung.

Auch die zweite Halbzeit, in der fortan Tobias Wipf das HSC-Tor hütete, ging das Team weiter mit grosser Konsequenz an. Mehrere Steals, darunter gar auch einige in Unterzahl, von Tim Aufdenblatten oder die weiterhin temporeich und sicher im Kollektiv vorgetragenen Angriffe sorgten dabei mehrfach für Szenenapplaus - ein insgesamt einfach nur unglaublich schön anzusehender Auftritt!

Diesen zog das Team, zwar nicht fehlerlos, aber stets mit viel Leidenschaft und Emotionen, bis zuletzt durch. Ljubomir Josic avancierte dabei zur wertvollen Kraft im Rückraum, der die Zweikämpfe annahm und sich in jede anbietende Lücke schmiss.

Daneben vermochten alle Kaderspieler ihren Teil zum versöhnlichen und hochverdienten 35:25-Erfolg beizutragen und so auch persönliche Erfolgserlebnisse zu feiern. Dies ermöglichte auch die Einsätze der beiden Nachwuchshoffnungen Raphael Rohr und Noah Haas, die am Ende gemeinsam mit Patrick Romann oder Tim Aufdenblatten einen unglaublich jungen Rückraum bildeten. Stevan Kurbalija und Lukas Strebel verrichteten wiederum wertvollste, mannschaftsdienliche Schwerstarbeit am Kreis und Martin Prachar, der kurz vor Schluss leider noch verletzt ausschied, blockte mehrmals sehenswert.

Am Ende glückte dem SHL-Team des HSC Suhr Aarau gegen seinen bisher einzigen Bezwinger die Revanche aus dem Hinspiel. Vor allem die Art und Weise beeindruckte dabei sehr und führt zur souveränen Verteidigung der Tabellenspitze. In die wertvolle, dreiwöchige Osterpause verabschiedet sich Guido Frei und sein Team nun als Leader. Als solcher nehmen sie dann am 16. April mit dem Auswärtsspiel bei der SG Yellow/Pfadi (18.30 Uhr, Eulachhalle) das Saisonfinale in Angriff. Während dessen und nach Abschluss aller vier verbleibenden Spiele will das Team dabei ganz zuoberst bleiben und das grosse gemeinsame Ziel erreichen.

HSC Suhr Aarau - HC KTV Altdorf 35:25 (18:12)

Schachenhalle Aarau - 350 Zuschauer, SR: Joss/Ouardani, Del.: Buta.

HSC Suhr Aarau: Pramuk (1. - 30., 5 Paraden), Wipf (31. - 60., 4 Paraden), Bräm (2), Rohr (2), Josic (6), Romann (5), Aufdenblatten (6), L. Strebel (4), Konecnik (2), Kurbalija (5/3), Kägi (1), P. Strebel (2), Prachar, Haas.

HC KTV Altdorf: Dittli (5 Paraden), Luthiger (4 Paraden), Arnold (2), Kasmauskas (4), Zürcher (1), Gisler (1), Dossenbach (2), Drollinger (2), Obad (7), Koljanin (6), Auf der Maur, F. Fallegger, I. Fallegger, Vollenweider.