Handball

HSC Suhr Aarau erobert die Herzen seiner Fans

In einem engen Spiel gegen die Kadetten Espoirs setzte sich der HSC Suhr Aarau mit 31:29 durch (Archivbild).

In einem engen Spiel gegen die Kadetten Espoirs setzte sich der HSC Suhr Aarau mit 31:29 durch (Archivbild).

Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat das Spitzenspiel des 20. Spieltags am Sonntag, 6. März 2016 mit 31:29 gewonnen. Gegen die Kadetten Espoirs führte das Team dabei bereits zur Halbzeit mit 16:15.

Die Vorzeichen für das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der Liga hätten aus HSC-Sicht dabei kaum schlechter sein können. Sowohl die Kreisläufer Stevan Kurbalija und Lukas Strebel, die in der vergangenen Woche krankheitsbedingt fehlten, als auch Captain Misha Kaufmann gingen gesundheitlich arg geschwächt in die Partie gegen die Schaffhauser Talentauswahl, die sich als erster Verfolger des Spitzenduos in der NLB etabliert haben.

Die Anfangsphase des Spiels war entsprechend von Vorsicht und Fehlern geprägt. Zwar konnte das Heimteam dabei nach fünf Minuten mit 3:1 in Führung gehen, danach jedoch entwickelte sich ein hochintensiver, ausgeglichener Schlagabtausch - ein Duell das allen Beteiligten sportlich und physisch sowie mental einiges abverlangte.

Sorgen um Misha Kaufmann

Das nun zunehmend hochstehende, harte Spiel, in dem Tim Aufdenblatten früh den zu Beginn unglücklichen Ljubomir Josic im rechten Rückraum vertrat, wurde beim Stand von 11:9 in der 20. Spielminute dann leider überschattet von der wohl schweren Verletzung des Teamleaders Misha Kaufmann, der sich nach einem Zweikampf das rechte, bereits operierte Knie hielt und fortan nicht mehr ins Spielgeschehen eingriff.

Der Schock sass entsprechend tief, wobei das Team sich vorerst noch innert drei Minuten bis auf 13:10 weiter absetzen konnte. Danach jedoch kämpften sich die Espoirs mit vermeintlich zu einfachen Toren schnell wieder heran und schafften auch dank des konsequenten Ausnutzens der HSC-Fehler den Anschluss. Zwar vermochten sie dabei bis zur Halbzeit nie auszugleichen oder gar in Führung zu gehen, aber ihre Hartnäckigkeit hinterliess dennoch spuren beim arg geschwächten Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel und der 16:15-Pausenführung dauerte es weitere sieben intensive Minuten, bis die Gäste dann dennoch erstmals in Führung gehen konnten (18:19, 37.). Weil das HSC-Team aber allen Umständen zum Trotz nun füreinander und miteinander sowie bis zum Umfallen kämpfte, vermochten die Kadetten nur gerade vier Mal vorzulegen.

Grandioses Abwehrbollwerk

Angeführt vom aufopferungsvollen Innenblock, den Hüne Martin Prachar und der ohnehin viel Verantwortung übernehmende Tim Aufdenblatten bildeten, entstand ein regelrechtes Abwehrbollwerk, das jeden Zweikampf in voller Konsequenz führte und im System füreinander einstand.

Die Leidenschaft die das Team nun an den Tag legte, war schlichtweg überragend: Wie Stevan Kurbalija sich in den Dienst der Mannschaft stellte, wie Tim Aufdenblatten Verantwortung übernahm oder wie Patrick Romann angestachelt durch einige merkwürdige Entscheidungen der Unparteiischen sich in jede noch so kleine, sich anbietende Lücke schmiss, war sensationell. Und ihre treuen Anhänger, die unglaublich wertvolle HSC-Familie, honorierten dies mit der nun aufkommenden, elektrisierenden Schachenhallen-Stimmung.

Dies inklusive gellendem Pfeiffkonzert gegen die Schiedsrichter,  die kurz vor Spielschluss gegen Patrick Romann eine äusserst fragwürdige Zeitstrafe aussprachen, deren Reaktionen auf und neben dem Feld in der Disqualifikation von Lukas Strebel mündete.

Mitentscheidender Schulterschluss zwischen Team und Fans

Die Herzen der Zuschauer hatte das Team da aber dank des grossartigen, gemeinsamen Kampfes bereits erobert - der Schulterschluss zwischen Team und Schachenhalle, ein echter Gänsehautmoment, der ab der vierzigsten Spielminute bis zuletzt anhielt und so zum letztlich hochverdienten, weil grandios erkämpften 31:29-Heimsieg führte.

Die Gedanken der HSC-Familie sind dabei vor allem bei Captain Misha Kaufmann, der sein Team in der zweiten Halbzeit von der Bank aus pausenlos mit wertvollen Inputs unterstützte. Gute Besserung, Misha - wir hoffen alle das sich deine Verletzung als nicht so schlimm wie befürchtet herausstellt und dass wir dich bald wieder auf dem Feld sehen werden.

Bereits in sechs Tagen nun steht für das SHL-Team des HSC Suhr Aarau das nächste, schwere Auswärtsspiel bei der HSG Siggenthal in der schmucken GoEasy-Arena an. Wenn dort um 17.00 Uhr das Aargauer Derby angepfiffen wird, hoffen Trainer Guido Frei und seine Spieler wiederum auf die tatkräftige und lautstarke sowie stets geschätzte Unterstützung ihrer treuen Anhänger.

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