Handball
HSC Suhr Aarau erleidet höchste Saison-Niederlage

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben in Basel eine 24:35-Auswärtsniederlage erlitten und bleiben damit in der Rückrunde 2016/17 weiter ohne Punktgewinn. Bereits zur Pause lag das Team dabei vorentscheidend mit 10:17 zurück und blieb während der gesamten Spielzeit leider unter seinen Möglichkeiten.

Lukas Wernli
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Trainer Misha Kaufmann verliert mit Suhr Aarau gegen Basel.

Trainer Misha Kaufmann verliert mit Suhr Aarau gegen Basel.

foto-net / Alexander Wagner

Nach sechs gespielten Minuten war der Fehlstart beim 1:4 perfekt und Cheftrainer Misha Kaufmann damit früh gezwungen, seine erste Auszeit einzuberufen. Nach dieser drohte mit dem Ausfall des vorgezogenen Abwehrleaders Ronnie Vilstrup, der im Halbfeld von Basel-Topskorer Bruno Kozina von den Beinen geholt und dabei eine wohl schwere Knieverletzung erlitt, weiteres Ungemach.

Kaufmann war gezwungen umzustellen und formierte seine Abwehr neu versetzt auf Kozina, dessen Kreise Beau Kägi einzuengen versuchte. Weil das Team aber insgesamt zu fehlerhaft und inkonsequent agierte, zog der Gastgeber bis zur 20. Spielminute beinahe ungehindert auf 5:11 davon. Auch Torhüter Mihailo Radovanovic, der sein Comeback nach dreiwöchiger Verletzungspause gab, war dabei machtlos. Das zwischenzeitliche 9:13 war beinahe noch versöhnlich, ein erneuter Zwischenspurt der soliden, aber keineswegs überragenden Basler führte zum deutlichen 10:17-Pausenstand.

Im zweiten Durchgang drückte der Aufsteiger, auf Wiedergutmachung aus, danach entsprechend aufs Tempo, konnte angeführt von Tim Aufdenblatten zwar mehr Torerfolge erzielen und erzwingen, im nun praktizierten 3:2:1-Abwehrsystem ohne Spezialistenwechsel und später in der doppelten Manndeckung schwanden aber zusehends die Kräfte. Der RTV Basel indes verwaltete seinen Vorsprung routiniert und sicher. Er profitierte dabei von den Fehlern und der zunehmenden Verunsicherung des HSC Suhr Aarau, der am Ende mit 24:35 seine deutlichste Niederlage in dieser Saison erlitt.

«Diese Niederlage gilt es erst einmal zu verdauen, sie kommt total überraschend für mich», konstatierte Cheftrainer Kaufmann nach dem Spiel. Er habe im Anschluss an die Partie entsprechend an die Siegermentalität seines Teams appelliert, die bereits am kommenden Sonntag, im Heimspiel gegen das Topteam HC Kriens-Luzern (17.00 Uhr Schachenhalle Aarau) wieder dringend gefordert sein wird. «Wir sind mit dem Ausfall von Ronnie Vilstrup nun gezwungen, neue Mittel und Wege zu suchen die uns als Team Halt geben – ich bin überzeugt davon, dass wir diese gemeinsam finden werden.»