Den bisher einzigen Meistertitel in der Schweiz haben Sie 2013 mit Wacker Thun gewonnen. Sind die Berner Oberländer in der Viertelfinalserie für Sie ein Wunschgegner?

Nikola Isailovic: Das ist eine schwierige Frage ... (überlegt) Doch, für mich persönlich ist Wacker Thun ein Wunschgegner für die Playoffs. Ich bin immer motiviert, aber gegen meine ehemalige Mannschaft, meine ehemaligen Kollegen noch viel mehr. In so einer Affiche sind viel mehr Emotionen drin. Das kann es auch schwierig machen, aber ich sehe es positiv.

Sie haben knapp sechs Jahre für Wacker gespielt. Was konnten Sie zugunsten des HSC in der Vorbereitung auf diese Serie beitragen?

Wacker Thun spielt noch immer mit ungefähr demselben System, wie im Sommer 2017, als ich zum HSC gewechselt habe. Die stärksten Waffen der Thuner sind ohne Frage die harte Verteidigung und der daraus folgende Gegenstoss. Wir müssen unbedingt verhindern, zu viele Fehler zu machen. Wacker bestraft die Fehler des Gegners üblicherweise eiskalt.

Niemand will die Frage nach dem Favoriten in der Serie klipp und klar beantworten. Aber Sie müssen es doch wissen ...

(lacht) ... eigentlich ist es ganz einfach: Suhr Aarau ist Favorit, weil ich beim HSC spiele. Wir haben eine starke Saison gezeigt. Wir werden das in den Playoffs fortsetzen und damit unsere Leistungen aus der Hauptrunde und der Finalrunde bestätigen. Mir ist natürlich schon klar, dass Wacker ein schwieriger Gegner ist. Aber ich sehe unsere Chancen sehr gut. Zumal wir den Heimvorteil auf unserer Seite haben.

In der vergangenen Saison stieg der HSC mit sehr wenig Playoff-Erfahrung im Kader in die entscheidende Phase. Profitiert Ihre Mannschaft jetzt von der 0:3-Niederlage vor Jahresfrist?

Auf jeden Fall. Wir haben als Mannschaft einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Wir alle, aber speziell die Jungen, haben sicher sehr stark davon profitiert, was in der vergangenen Saison geschehen ist. Das verändert die Ausgangslage vor diesen Playoffs schon etwas. Ich gehe davon aus, dass wir mehr Ruhe ausstrahlen werden und den Kopf sicher viel weniger schnell verlieren werden.

Im bisherigen Saisonverlauf hat Ihre Mannschaft sehr stark aufgespielt. Wie müssen die Playoffs laufen, damit Sie in der Nachbetrachtung zufrieden sind?

Unser Selbstvertrauen ist gross. Aber jetzt stehen die Playoffs an. Hier ist alles möglich. Wir müssen an unsere Chance glauben, sonst ist die Saison schnell zu Ende – und das würde mich sehr unzufrieden machen.

Kann das Selbstvertrauen auch zum Rohrkrepierer werden?

Wir sind uns dessen natürlich bewusst und werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Wir wissen genau, wie viel harte Arbeit hinter den Erfolgen steckt.

Ihr Vertrag beim HSC läuft Ende Saison aus. Wissen Sie schon, wie es für Sie persönlich weitergeht?

Ich habe ein paar Angebote erhalten, aber noch ist nichts entschieden oder unterschrieben.

Beschäftigt Sie das?

Ich konzentriere mich voll und ganz auf meine Aufgabe hier und kümmere mich erst nach dem Saisonende um meine Zukunft.