Handball NLA
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka vor der Partie gegen Pfadi: «Wir werden die Finalrunde im dritten Rang abschliessen»

Der HSC Suhr Aarau trifft am Samstag in der zweitletzten Partie der NLA-Finalrunde auswärts auf Pfadi Winterthur. Die Partie wird um 17.30 Uhr angepfiffen. Die Aargauer haben im Kampf um den Heimvorteil in den Playoffs alles in den eigenen Händen.

Dean Fuss
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HSC-Kreisläufer Martin Slaninka ist überzeugt, dass seine Mannschaft die Finalrunde im dritten Rang abschliessen wird.

HSC-Kreisläufer Martin Slaninka ist überzeugt, dass seine Mannschaft die Finalrunde im dritten Rang abschliessen wird.

Alexander Wagner

Ausgerechnet Pfadi Winterthur. Ausgerechnet die Mannschaft also, die dem hervorragenden Lauf des HSC Suhr Aarau zum Auftakt der NLA-Finalrunde im Februar ein Ende bereitet hatte. Vor etwas mehr als zwei Monaten war es, als die Aargauer ihre erste Niederlage in ebendieser Finalrunde hinnehmen mussten. Nach drei Siegen in Serie hatte es zu Hause in der Schachenhalle gegen Pfadi eine denkbar knappe 24:25-Niederlage abgesetzt.

Seither hat der HSC vier weitere Partien bestritten und dabei noch ein Mal gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Mal erwischten die Torhüter nicht ihren besten Tag, mal fehlte es an der Durchschlagskraft, mal bekundeten die eigentlichen Teamleader ungewohnte Mühe mit der Effizienz in der Offensive.

Slaninka gegen St. Otmar makellos

Einer, dessen Werte auf dem Statistikblatt auch in dieser Phase meist gut und zuletzt gar brillant waren, ist Martin Slaninka: Acht Treffer bei ebensovielen Würfen erzielte der 29-jährige HSC-Kreisläufer beim 28:28 gegen St. Otmar St. Gallen am vergangenen Sonntag.

«Natürlich steigern solche Spiele mein Selbstvertrauen. Aber mir ist völlig egal, ob ich persönlich zehn oder null Tore erziele. Es zählt nur, dass die Mannschaft Punkte holt», sagt er.
Slaninka ist einer der Leistungsträger beim HSC.

Mitte Dezember des vergangenen Jahres war der im Sommer 2019 auslaufende Vertrag des Slowaken vorzeitig um zwei Jahre bis 2021 verlängert worden. Er war auf die Saison 2017/18 vom Bundesliga-Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim zu Suhr Aarau gestossen. Mit seiner Körpergrösse von 2,02 Metern und seinem Kampfgewicht von 110 Kilogramm hat sich Slaninka sowohl am Kreis als auch im Abwehrzentrum etabliert.

Ein Punkt für den Heimvorteil

Trotz zuletzt durchzogener Resultate ist Slaninka überzeugt, dass sich der HSC den Heimvorteil für die Mitte April beginnenden Playoff-Viertelfinals nicht mehr nehmen lassen wird: «Ich bin davon überzeugt, dass wir die Finalrunde im dritten Rang abschliessen werden», sagt er.

CH Media

Und tatsächlich ist dieses Szenario durchaus realistisch: Holt der HSC Suhr Aarau in den beiden verbleibenden Finalrunden-Partien gegen Pfadi und am kommenden Donnerstag, 4. April, zu Hause gegen den BSV Bern Muri (Anpfiff: 20.15 Uhr) noch mindestens zwei Punkte, dann ist er aufgrund des guten Torverhältnisses kaum mehr vom dritten Rang in der Tabelle zu verdrängen.

«Aber schlussendlich bedeutet dieser dritte Platz nicht viel mehr als den Heimvorteil. Das müssen wir in den Playoffs dann auch noch bestätigen», sagt Slaninka. Um das zu schaffen, muss der HSC mindestens die erste Playoff-Runde überstehen.

HSC als Dritter ist kein Zufall

Dass der HSC Suhr Aarau derzeit so gut klassiert ist, ist für Slaninka alles andere als ein Zufall: «Wir haben sehr hart dafür gearbeitet, dass wir defensiv so kompakt stehen und offensiv so erfolgreich spielen. Nur so können wir mit den besten mithalten.» Mit Pfadi wartet am späten Samstagnachmittag tatsächlich eines der aktuell besten Teams in der Schweiz. Der HSC hat mit den Winterthurern allerdings nach der eingangs erwähnten, knappen Niederlage zu Hause noch eine Rechnung offen. «Wir wollen uns dafür revanchieren – und das ist in der Finalrunde unsere letzte Gelegenheit dazu», sagt Slaninka.

Der HSC sinnt nach Rache und will sich den Heimvorteil sichern – mit einem Sieg in Winterthur gelänge beides.

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