NLA-Handball
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten: «Ich freue mich darauf, meine Teamkollegen morgen wieder zu sehen»

Um Mitternacht in der Nacht auf Freitag geht die Quarantäne für die gesamte Mannschaft des HSC Suhr Aarau zu Ende. Im Interview spricht der 24-jährige Co-Captain Tim Aufdenblatten wenige Stunden vor der Rückkehr in die «Freiheit» über die zehntägige Isolation zu Hause.

Dean Fuss
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Tim Aufdenblatten, Co-Captain des HSC Suhr Aarau, hat während der Quarantäne zu Hause viel Zeit in sein Studium investiert.

Tim Aufdenblatten, Co-Captain des HSC Suhr Aarau, hat während der Quarantäne zu Hause viel Zeit in sein Studium investiert.

Freshfocus

Heute Abend geht Ihre zehntägige Quarantäne zu Ende. Wie gross Ihre Vorfreude auf morgen Freitag?

Tim Aufdenblatten: Ich freue mich enorm auf morgen. Auf unser erstes gemeinsames Mannschaftstraining am Morgen. Ich freue mich darauf, meine Teamkollegen endlich wieder zu sehen.

Am Freitag stehen gleich zwei Trainings auf dem Programm.

Genau. Es gilt jetzt, möglichst schnell wieder den Tritt zu finden und das Ballgefühl wieder zu erlangen. Bis zum Auswärtsspiel gegen die Kadetten Schaffhausen am Montag bleibt nicht mehr viel Zeit.

Als der TV Endingen vor rund zwei Monaten aus der Quarantäne kam, schwärmten gleich mehrere Exponenten von einem Spaziergang unmittelbar nach dem Ende der zehntägigen Isolation. Werden Sie sich die Füsse auch gleich nach Mitternacht vertreten?

Bis jetzt habe ich das nicht vorgehabt, aber ich schliesse das nicht aus. Die Idee gefällt mir.

Vor dem Morgentraining am Freitag steht erst einmal ein weiterer Coronatest an. Wie blicken Sie dem entgegen?

Langsam aber sicher haben wir uns daran gewöhnt. Mit jedem weiteren Test wird es etwas weniger schlimm. Und schliesslich dienen die Tests einer guten Sache. Nur so haben wir die Möglichkeit, weiter zu spielen. Das relativiert das unangenehme Gefühl. Aber klar, es schwingt auch immer etwas die Angst mit, dass man plötzlich positiv sein könnte. Wir haben jetzt gesehen, dass es auch unerwartet zu positiven Testergebnissen kommen kann.

Welche speziellen Pläne haben Sie neben den beiden Trainings für ihren ersten Tag zurück in der «Freiheit»?

Da gibt es nicht gross etwas. Ich bin derzeit persönlich neben dem Handball sowieso mit meinem Studium ziemlich beschäftigt. Ich hatte gerade Prüfungen, nach Weihnachten stehen die nächsten an und ich bin gerade mitten im Schreiben meiner Bachelor-Arbeit. Da bleibt nicht viel Zeit. Aber wer weiss, vielleicht reicht es ja dann doch noch für einen kurzen Spaziergang.

Dann waren Sie also auch während der Quarantäne gut ausgelastet?

Definitiv. Von den Mannschaftstrainings einmal abgesehen, hätte mein Alltag gar nicht so viel anders ausgesehen in den vergangenen Tagen. Die gewonnene Zeit durch die wegfallenden Trainingswege konnte ich sinnvoll nutzen. Zudem habe ich das Glück, dass wir einen eigenen Garten haben. Da konnte ich zwischendurch trotzdem mal raus und frische Luft schnappen.

Wie haben Sie die zehn Tage in Quarantäne insgesamt erlebt?

Ich persönlich empfand es als weniger schlimm, als erwartet. Aber das ist natürlich auch den Umständen geschuldet.

Konnten Sie sich in den trainingsfreien zehn Tagen körperlich etwas von den Strapazen der Saison erholen?

Wenngleich wir natürlich ein individuelles Trainingsprogramm zu Hause absolviert haben hat die Pause in dieser Hinsicht sicher auch einmal gut getan. Aber klar; es hätte dafür bessere Zeitpunkte gegeben, als so kurz vor der Winterpause. Aber nun machen wir das Beste daraus. Und wenn uns die zehn Tage Quarantäne etwas Kraft gespart haben und wir am Montag in Schaffhausen die paar Prozent mehr rausholen können – dann hat es am Ende sogar etwas Gutes gehabt.

Hatten Sie Dank der Quarantäne nun sogar etwas mehr Zeit für Dinge oder Personen, die sonst zu kurz kommen?

Ehrlich gesagt nicht. Von der Freundin habe ich mich so gut es geht ferngehalten, um sie keiner allfälligen Infektionsgefahr auszusetzen. Kollegen habe ich natürlich auch keine treffen können. Dafür hatte ich etwas mehr Zeit für mein Studium. Da konnte ein wenig Vorarbeit leisten, so dass ich dann über Weihnachten etwas mehr Zeit für die Freundin, die Familie und Kollegen haben dürfte.