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Holt Reto Bucher für Freiamt die Kohlen aus dem Feuer?

Reto Bucher soll es morgen für die Ringerstaffel Freiamt richten.

Reto Bucher soll es morgen für die Ringerstaffel Freiamt richten.

Morgen Samstag findet der zweite Finalkampf zwischen Hergiswil und Freiamt in Willisau statt. Freiamts Trainer Marcel Leutert will den erhöhten Druck bei den Luzernern zur Wende nützen. Dabei ruhen die Hoffnungen auf Reto Bucher und Ivan Kron.

Nichts Neues im Lager der Ringer während eines Mannschaftsfinals: Marcel Leutert macht auch vor dem zweiten Duell ein Geheimnis um die Aufstellung. Aber er zerbreche sich seit Sonntag nicht mehr den Kopf darüber. Will heissen, die (neue?) Formation stand nach nur einer Nacht der Reflexion fest. Taktischer Knackpunkt für den Rückkampf ist die 60-kg-Freistilklasse

Leutert hält für möglich, dass Hergiswil seinen Greco-Internationalen Patrick Stadelmann erneut abspecken lässt. Der Präsidentensohn war 2008 Schweizer Meister beider Stilarten. «Er kann Freistil ringen», weiss der Freiämter Trainer.

Weil sich Hergiswil mit Stadelmann anstelle des 37-jährigen Pascal Jungo die grösseren Chancen gegen Randy Vock ausrechnen dürfte, wird Marcel Leutert im Gegenzug Pascal Strebel kaum abhungern lassen. Somit zeichnet sich bis 66 kg Greco ein neuerlicher Vergleich zwischen Christoph Küng und dem Hergiswiler Neuling Martin Grüter ab. Leutert lässt sich auch von bewusst gestreuten Hergiswiler Vermutungen in eine andere Richtung nicht beirren.

Zwei Hoffnungsträger

Die Luzerner sind in sechs von zehn Einzelkämpfen zu favorisieren. Freiamt ist auf klare Siege von Christoph Küng sowie Thomas Murer bis 66 kg Freistil (gegen Marco Hodel), Pascal Strebel bis 74 kg Greco (gegen Raphael Kaufmann) und Pascal Gurtner bis 120 kg Freistil (gegen Werner Suppiger) angewiesen. Wenn diese ihr Soll mindestens mit einem Punktesieg erfüllen, ruhen die grössten Hoffnungen für einen Exploit auf Reto Bucher (96 kg Greco) und Ivan Kron (74 kg Freistil).

Beide Routiniers standen am letzten Samstag einer Überraschung nahe. Dies nährt Leuterts Zuversicht. «Wir haben die Videoaufnahme analysiert.» Bei Bucher ist er zuversichtlich, dass dieser trotz körperlichem Nachteil gegen Martin Suppiger die Wende realisieren kann. Im Falle von Kron gab im ersten Finalduell gegen Alen Kacinari die Loskugel den Ausschlag. Da ist ohnehin eine Revanche fällig.

Beide Teams unter Druck

Der Freiämter Trainer weist die Vermutung weit von sich, sein Team stehe im zweiten Finalkampf unter belastendem Siegesdruck. «Im Gegenteil: Der Druck für Hergiswil ist grösser, denn alle wissen, dass der Verein jetzt endlich den ersten Titel holen kann.» Gegen Hergiswil spricht der Fluch des Willisauer BBZ. Seit 2009 verloren die Luzerner Hinterländer in dieser Dreifachhalle jeden Finalkampf. Der samstägliche Showdown beginnt um 19 Uhr.

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