Der FC Baden und Cheftrainer Gabor Gerstenmaier gehen ab sofort getrennte Wege. «Aufgrund des ausbleibenden Erfolgs sieht sich der FC Baden schweren Herzens veranlasst, das Arbeitsverhältnis mit Gabor Gerstenmaier aufzulösen», heisst es auf der Vereinshomepage.

Und weiter: «Die fehlenden Resultate und die besonderen Umstände haben dazu geführt, dass sich der Vorstand eine weitere Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer nicht mehr vorstellen kann. Der Vorstand ist überzeugt, mit dieser Entscheidung die richtige Massnahme getroffen zu haben.»

Seit der Winterpause hat der FC Baden sämtliche Spiele verloren. In den drei Ligaspielen lautet das Torverhältnis 0:7. In der Cup-Qualifikation setzte es gegen Bavois eine 0:2-Niederlage. "Es bleiben noch neun Partien zu spielen, und unser Ziel sind die Aufstiegsspiele", antwortet Präsident Thomi Bräm auf die Frage, ob man mit der Entlassung frühzeitig ein Zeichen setzen wollte. Und weiter: "Wenn es so weitergeht wie seit Beginn der Rückrunde, können wir das Ziel Aufstiegsspiele vergessen." Der FC Baden ist zuletzt vom zweiten auf den vierten Platz abgerutscht. Nach Verlustpunkten ist er gar nur noch die Nummer 5 der 1. Liga, Gruppe 3.

Christs erfolgreiche Vergangenheit in Baden

Trainer Gabor Gerstenmaier, der Anfang Saison das Amt von Sven Christ übernommen hatte, scheint das Team nicht mehr zu erreichen. Auf die Frage, ob der FC Baden nun Sven Christ, der am Sonntag in Aarau entlassen wurde, zurückholt, sagt Bräm: "Er ist eigentlich kein Kandidat." Sven Christ war von September 2012 bis Juli 2014 äusserst erfolgreich im Esp tätig, ehe er zum FC Aarau wechselte. Baden sucht für Gerstenmaier nun zunächst eine Übergangslösung bis Ende Saison. Es scheint fast, als ob Christ für die Saison 2015/16 durchaus ein Kandidat sein könnte, wenn er die Entlassung in Aarau verarbeitet hat.

Mit der Oster- und Natipause hofft Bräm, etwas Zeit zu gewinnen. Zeit, um einen Nachfolger zu finden und Zeit, damit sich dieser einarbeiten kann. Für die Partie am Samstag in Seuzach übernimmt Sportchef Thomas Jent ad interim an der Seitenlinie. Die Übergangslösung für den Rest der Saison möchte Bräm so früh wie möglich präsentieren. "Es ist ein Vorteil, wenn sich der neue Mann möglichst bald einarbeiten kann", sagt Bräm.