Wie im Vorjahr war das erste Teilstück des Junioren-Etappenrennens GP Rüebliland nicht von Wetterglück begünstigt und wurde von zahlreichen Stürzen überschattet. Erst auf der zweiten 46,8-km-Runde, die über Möhlin, Zunzgen, Hemmikon und Anwil wieder zurück nach Wittnau führte, entstand rund 20 km vor dem Ziel eine 15 Mann starke Spitzengruppe.

Doch anstatt auf die Zielgerade einzubiegen, fuhr diese hinter einem Sicherheitsmotorrad her, das die Rennstrecke verliess. So kam es zum Spurt des Feldes, dass die der Holländer Sam Gademann vor seinen Teamkollegen Lars Boven und Rick Pluimers meisterte.

Als bester Schweizer erreichte Jonathan Bögli das Ziel als Achter. Er sagte: «Ich fuhr in der Spitzengruppe, die jedoch nicht besonders gut funktionierte. Ständig haben Fahrer angegriffen. 300 Meter vor dem Ziel wurden die Sicherheitsmotorräder von der Strecke weggewiesen, damit sie uns auf der Zielgeraden nicht in die Quere kommen. Dummerweise sind die Fahrer der Spitzengruppe, der auch in angehörte, dem Motorrad hinterher gefahren. Dabei hätten wir es eigentlich besser wissen müssen. Schliesslich sind wir schon auf der ersten Runde da druchgefahren. Aber das kann halt passieren. Das ganze Rennen war unglaublich hektisch und von zahlreichen Stürzen begleitet.»

Bögli zeigte sich glücklich, keine Zeit durch das Missgeschick verloren zu haben, denn er möchte eine gute Rangierung im Schlussklassement der Vieretappenfahrt. «Morgen gilt es auf der Halbetappe am Morgen Kraft für das Einzelzeitfahren am Nachmittag in Möhlin zu sparen», gibt er Einblick in seine Taktik.