Handball
Hoch überlegen oder wenn selbst der Abwehrchef Tore erzielt

Der TV Endingen gewinnt das NLB-Derby gegen Möhlin klar mit 41:26 (19:12). Mit dem Kantersieg haben die Endinger die schlechtere Tordifferenz gegenüber Leader Suhr etwas verbessert, bleiben aber weiterhin in Lauerstellung auf dem zweiten Rang.

Alexander Wagner
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TV Endingen gewinnt das NLB-Derby gegen Möhlin klar mit 41:26
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Christian Riechsteiner vom TV Endingen. © Alexander Wagner
Florian Leitner vom TV Endingen. © Alexander Wagner
Sebastian Kuendig vom TV Endingen setzt sich durch. Alexander Wagner

TV Endingen gewinnt das NLB-Derby gegen Möhlin klar mit 41:26

Foto Wagner

Die Endinger setzten sich im zweiten Aargauer Derby deutlich mit 41:26 gegen Möhlin durch. Damit haben die Fricktaler die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem HSC Suhr Aarau ein ganz klein wenig verbessert.

Endingen erwischte den besseren Start und lag bereits nach 15 Minuten mit 11:6 in Führung. Möhlin nahm schon früh sein erstes Time-Out, doch am einseitigen Spielverlauf änderte sich wenig. Bis zur Pause hatten sich die Surbtaler einen Vorsprung von sieben Treffern erarbeitet.

Endingen zog souverän davon

Auch nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stile weiter. Nach vierzig Minuten hatten die Endinger satte zehn Treffer mehr erzielt als die Fricktaler. Dabei darf nicht ausser acht gelassen werden, dass Möhlin gleich fünf verletzte Spieler zu beklagen hatte. Zudem hat mit Faris Ahmetasevic ein Akteur zum Gegner gewechselt und Hürbin war ebenfalls nicht dabei. So verwundert es zwar auf den ersten Blick, dass Möhlin gleich mit drei Torhütern antrat – und alle drei zum Einsatz kamen – doch viel mehr Varianten haben die Fricktaler schlichtweg nicht mehr in ihrem Kader.

Unter der Führung des erneut bärenstarken Christian Riechsteiner zogen die Endinger weiter davon. Er war es auch, der den 40. Treffer für sein Team markierte und damit traditionellerweise eine Runde springen lassen muss. «Das kommt dann noch, aber hier in der Kabine geht es nicht», meinte er fast verlegen lächelnd. Am Ende hatte er 14 Treffer auf seinem Konto. Und auch sein jüngerer Bruder deutete einmal mehr sein Potenzial an: Er hatte genau halb so viele Treffer auf seinem Konto wie sein grosser Bruder.

Tordifferenz verkleinert

Wie selbstsicher die Endinger ans Werk gehen zeigt sich daran, dass selbst Abwehrchef Simon Huwyler wieder mal im Angriff ran durfte. «Das ist schon eine grosse Freude, im Training spiele ich auch mal vorne», meinte er lächelnd. Doch es ist auch ungewohnt; spielt er doch trotz seines jugendlichen Alters seit fast sechs Jahren ausschliesslich in der Abwehr: «Manchmal war ich schon fast etwas verunsichert, denn ich stelle mich darauf ein, in der Abwehr alles zu geben und rechne weniger damit, vorne zum Einsatz zu kommen.» Am Ende hatte der «Verteidigungsminister» zwei Treffer auf seinem persönlichen Konto, was so schon lange nicht mehr vorgekommen ist.

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