Zofingen

Heisse Duelle beim Powerman erwartet - fällt der Streckenrekord?

Beim letztjährigen Powerman radelte Rob Woestenborghs (links) noch im Schatten seines Landsmannes Joerie Vansteelant. Foto: Wagner/Archiv

Beim letztjährigen Powerman radelte Rob Woestenborghs (links) noch im Schatten seines Landsmannes Joerie Vansteelant. Foto: Wagner/Archiv

Bei den Langdistanz-WM-Rennen am Powerman in Zofingen zeichnen sich mehrere Zweikämpfe ab. Da der Titelverteidiger Joerie Vansteelant nach einem Trainingssturz ausfällt, ist sein Landsmann Rob Woestenborghs in der Favoritenrolle.

Nach der verletzungsbedingten Absage des Titelverteidigers Joerie Vansteelant startet am Sonntag sein belgischer Landsmann aus der Pole-Position ins Rennen um den ITU- und IPA-Langdistanz-WM-Titel: Rob Woestenborghs. Der 37-Jährige hatte Vansteelant bereits im Vorjahr gefordert, als er erstmals in Zofingen an den Start ging. «Ich habe damals Fehler gemacht, die ich nun vermeiden werde», sagt er, ohne mehr dazu verraten zu wollen.

Hohe Erwartungen an sich selbst

Als Ziel gibt der Vorjahreszweite, der 2012 fast fünf Minuten Rückstand auf Vansteelant hatte, einen Podestplatz an. Das ist keineswegs tiefgestapelt, denn der Powerman Zofingen ist für Rob Woestenborghs dieses Jahr nicht der wichtigste Wettkampf. Er arbeitete auf das Kurzdistanz-WM-Rennen an den World Games in Kolumbien hin, das von der ITU ebenfalls als WM ausgeschrieben gewesen war.

Woestenborghs holte dort vor einem Monat den Titel. Seither hat er sein Trainingsprogramm etwas heruntergefahren, um sich erholen zu können. «Im Hinblick auf die letzten Vorbereitungen auf den Powerman war die World-Games-Teilnahme nicht ideal, aber ich habe da mein Saisonziel erreicht», betont Woestenborghs, der somit mit viel Selbstvertrauen in die Thutstadt reist.

Schaffhauser Andy Stutz optimal vorbereitet

Die Erholung stand seit Montag auch für den stärksten Schweizer im Teilnehmerfeld im Vordergrund. Der Schaffhauser Andy Sutz, der 2008 und 2010 in Zofingen gewann, absolvierte am Sonntag sein letztes intensives Training. «Seither ist Regeneration und Bewegungstherapie angesagt, damit ich am Powerman im Vollbesitz meiner Kräfte bin.»

Sutz, der im Frühjahr an der Langdistanz-EM Bronze gewann, blickt auf eine verletzungsfreie Saison zurück und bezeichnet sich als optimal vorbereitet. Der 32-Jährige will im Vorfeld des Powerman nicht von einer Platzierung als Ziel sprechen. «Ich versuche einfach, meine bestmögliche Leistung abzurufen.» Im Kampf um die Podestplätze gilt es wie jedes Jahr auch den Dänen Soren Bystrup, den Franzosen Anthony Le Duey oder den Berner Andreas Moser zu beachten.

Duell bei den Frauen

Bei den Frauen deutet alles auf ein Duell zwischen Titelverteidigerin Eva Nyström (Sd) und Lucy Gossage (Gb) hin. «Wenn wir beide einen guten Tag haben, können wir uns derart pushen, dass eine Zeit unter 7:04 möglich sein könnte», gibt sich Nyström zuversichtlich, dass der Streckenrekord von 2002 (7:04:08) fallen könnte.

Sie und Gossage «jagten» einander bereits an der Langdistanz-EM in Holland und unterboten die Vorjahreszeit um fast fünf Minuten. Allerdings dürfte sich Nyström in Zofingen eine andere Rangliste wünschen, als an der EM. Damals wurde sie hinter der Britin Zweite.

Zwei bekannte Athletinnen fehlen

Seriensiegerin Erika Czomor (Hu) verzichtet auf die Jubiläumausgabe, da sie auf Triathlon setzt. Und die Weltmeisterin von 2011, Melanie Burke (Neus), muss wegen einer Beinverletzung und aus finanziellen Gründen Forfait geben. (rga/gam)

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