Matchbericht

Heimsieg zum Jahresabschluss: Der FC Aarau bezwingt auch Tabellennachbar Thun und überwintert in der Spitzengruppe

Der FC Aarau entzaubert den zuletzt in neun Partien ungeschlagenen FC Thun zuhause im Brügglifeld mit 3:1 und überwintert mit nur zwei Zählern Rückstand auf Leader GC. Beim FCA sorgen Kevin Spadanuda, Marco Aratore und ein Eigentor von Noël Wetz für den achten Sieg der Saison.

Wer hätte das gedacht? Der FC Aarau überwintert in der Challenge League mit lediglich zwei Punkten Rückstand auf den Leader und grossen Aufstiegsfavoriten GC. Der Klub vom Brügglifeld ist zusammen mit Stade Lausanne-Ouchy bislang die positive Überraschung der Saison, wobei sich das Einnisten in der obersten Tabellenregion zuletzt abgezeichnet hat.

Bärenstarker Spadanuda

Auch gegen den zuletzt neun Partien ungeschlagenen Absteiger Thun knüpft der FCA am seit Saisonbeginn anhaltenden Steigerungslauf an. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Teams durch Da Silva (Thun) und Rrudhani (Aarau) am Pfosten scheiterten, übernahmen die Hausherren das Zepter.

Logische Folge: Das 1:0 durch den bärenstarken Spadanuda. Nach einer punktgenauen Flanke von Aratore auf Stojilkovic, der mit seinem Kopfball an Hirzel scheiterte, drehte sich Spadanuda mit dem Ball um seinen Gegenspieler und schob ins lange Eck zur Führung ein. Aarau dominierte auch in der Folge und hatte durch Stojilkovic die grosse Chance auf das 2:0 noch vor der Pause, doch Hirzel parierte den zu zentralen Abschluss.

Kevin Spadanuda zeichnete sich gegen den FC Thun mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke aus.

Kevin Spadanuda zeichnete sich gegen den FC Thun mit seiner Dynamik und Zweikampfstärke aus.

Das gleiche Bild nach dem Seitenwechsel: Aarau wurde immer stärker, der Ball lief phasenweise wie am Schnürchen durch die Reihen. Und näherte sich dann und wann der FC Thun dem FCA-Strafraum an, hatten Abwehrchef Bergsma und seine Abwehrkollegen alles im Griff.

In der 65. Minute eroberte Spadanuda an der Aussenlinie den Ball und wurde danach gefoult, doch zum Glück für den FCA erfasste Aratore die Situation, lief in den Strafraum und passte scharf ins Zentrum: Dort lenkte Stojilkovic den Ball ab, doch ohne das Zutun von Thun-Verteidiger Wetz wäre die Chance vertan gewesen. So aber führte Aarau dank des Eigentors verdient mit 2:0.

Aratore deutet seinen Wert an

Es boten sich fortan genügend hochkarätige Chancen für die frühere Siegsicherung, das nächste Tor jedoch erzielten die Gäste, Captain Nicolas Hasler staubte nach starker Parade von FCA-Goalie Enzler zum 1:2 ab. Noch 20 Minuten zu spielen - würde der FCA einbrechen? 

Nein. Zwar kam es in der Folge zu einigen brenzligen Situationen im Aarauer Strafraum, eine angesichts der Qualitäten der Thuner und der nachlassenden Kräfte beim Heimteam eine logische Folge. Dank zwei starken Paraden von Enzler und einer sensationellen Rettungstat von Bergsma gegen Kyeremateng hatte der knappe Vorsprung Bestand - mehr noch: Nach einem Ballgewinn passte Balaj auf Aratore, der mit dem erlösenden 3:1 die drei Punkte ins Trockene brachte. Eine Erlösung auch für Aratore selber, der seit der Rückkehr meist glücklos agierte, gegen Thun nun aber andeutete, welch grossen Wert er für den FCA noch haben könnte. 

Marco Aratore zeigte seine bisher beste Leistung (seit Rückkehr) im FCA-Dress.

Marco Aratore zeigte seine bisher beste Leistung (seit Rückkehr) im FCA-Dress.

Von den letzten Partien vor der Winterpause hat der FC Aarau fünf gewonnen, dazwischen das 3:3 nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand gegen Stade Lausanne-Ouchy. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft von Trainer Stephan Keller in der fünfwöchigen Winterpause ihre Form konserviert - und dann? Träumen ist immer erlaubt, umso mehr nach dieser Entwicklung.

Das sind die Noten zur Partie:

Das sind die Stimmen zur Partie: 

FC Aarau - FC Thun 3:1 (19.12.2020, Stimmen zum Spiel)

Sie haben die Partie verpasst? Verfolgen sie den Verlauf bei uns im Liveticker nach: 

Meistgesehen

Artboard 1