Challenge League
Heimsieg gegen Winterthur trotz Platzverweis - Endlich belohnt sich der FC Aarau

Nach zuletzt drei sieglosen Spielen empfing der FC Aarau im Brügglifeld den FC Winterthur. Der 3:1-Sieg gegen das Spitzenteam aus Winterthur wird getrübt vom Platzverweis für Olivier Jäckle.

Ruedi Kuhn
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Nach drei sieglosen Spielen wollte der FC Aarau im Brügglifeld gegen Winterthur endlich wieder gewinnen.
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Start nach Mass! 16 Minuten nach dem Anpfiff bringt Thiesson die Gastgeber mit 1:0 in Front.
Jubel beim FCA über das frühe Führungstor. Enttäuschung bei Winti-Spieler Davide Callà.
Winterthur-Stürmer Roman Buess deckt gegen FCA-Verteidiger Thiesson den Ball ab.
FCA-Verteidiger Raoul Giger bedrängt den Ballführenden Granit Lekaj.
David Callà gleicht die Partie in der 30. Minute aus.
Der Torschütze zum 1:1-Ausgleich lässt sich von seinen Mitspielern feiern.
Aarau-Captain Zverotiv kommt vor Samir Ramizi an den Ball.
Innenverteidiger Thiesson klärt den Ball vor Roberto Alves.
Simon Enzler muss in der ersten Halbzeit einmal hinter sich greifen. Gegen Callàs Abschluss in der 30. Minute ist er machtlos.
Liridon Balaj und Mats Hammerich gegen den Winterthurer Gezim Pepsi. Die erste Halbzeit lebte von vielen Zweikämpfen.
Kevin Spadanuda im Laufduell mit Gabriel Isik.
Aarau-Abwehrchef Leon Bergsma schirmt gegen Samir Ramizi den Ball ab.
Jubel beim FC Aarau nach 65 Minuten. Stojilkovic bringt den FCA mit 2:1 in Front.
Filip Stojilkovic jubelt über seinen Treffer.
Gezim Pepsi wird eng von Oliver Jäckle markiert. Der Aarauer musste nach 83 Minuten mit Gelb/Rot vom Platz.
Granit Lekaj dribbelt Marco Aratore aus.
Platzverweis nach 82 Minuten. Oliver Jäckle sah nach einem Foul die zweite gelbe Karte.
Marco Aratore, hier im Zweikampf gegen Granit Lekaj, wurde in der 2. Halbzeit eingewechselt.
FCA-Trainer Keller gibt Misic letzte Anweisungen vor der Einwechslung. Joker Misic entscheidet die Partie mit seinem 3:1-Treffer in der 92. Minute.

Nach drei sieglosen Spielen wollte der FC Aarau im Brügglifeld gegen Winterthur endlich wieder gewinnen.

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Manchmal ist Fussball einfach. Ganz einfach. Nach gut einer Stunde lanciert Liridon Balaj Filip Stojilkovic mit einem Pass in die Tiefe. Der Schweizer U21-Nationalspieler wittert seine Chance, nimmt Fahrt auf, drückt aufs Gaspedal, sprintet in Richtung Winterthurer Tor und bezwingt Goalie Dario Marzino mit einem Flachschuss aus elf Metern. Es ist der zweite Saisontreffer von Stojilkovic, der seine Klasse und seinen Torinstinkt schon beim 2:1-Sieg in Schaffhausen unter Beweis gestellt hat.

Filip Stojilkovic jubelt nach seinem Treffer zum 2:1. Filip Stojilkovic jubelt nach seinem Treffer zum 2:1.

Filip Stojilkovic jubelt nach seinem Treffer zum 2:1. Filip Stojilkovic jubelt nach seinem Treffer zum 2:1.

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Der FC Aarau führt gegen Winterthur nach 65 Minuten mit 2:1. Ist das schon der Schlusspunkt oder bäumt sich der Gegner nochmals auf? Obwohl es den Anschein macht, dass sich die Zürcher nicht mit aller Macht gegen die drohende Niederlage wehren, bietet sich ihnen kurz vor Schluss doch noch die Chance zum Ausgleich.

Aber Joker Andreas Wittwer verpasst das 2:2 in aussichtsreicher Position. Schliesslich ist es Joker Petar Misic, der den FC Aarau in der 92. Minute mit dem Treffer zum 3:1 erlöst.

Das verkorkste Jubiläum von Olivier Jäckle

Nach drei sieglosen Partien kehrt der FC Aarau also wieder auf die Siegesstrasse zurück. Und auch wenn sich die Mannschaft den Erfolg in erster Linie durch einen dominanten und überlegten Auftritt verdient, profitiert sie auch von der Tat­sache, dass der Gast aus Winterthur in allen Belangen enttäuscht. Die Mannschaft von Trainer Ralf Loose ist harmlos, ja sie wirkt fast lustlos. Mit Ausnahme von Aushängeschild und Torschütze Davide Callà kann kein Spieler überzeugen. Weil die vermeintliche Spitzenmannschaft weit unter ihren Möglichkeiten bleibt, geht der Aarauer Heimsieg total in Ordnung.

Davide Callà zeigt eine überzeugende Leistung. Dem Routinier gelingt sogar der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer. Davide Callà zeigt eine überzeugende Leistung. Dem Routinier gelingt sogar der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer.

Davide Callà zeigt eine überzeugende Leistung. Dem Routinier gelingt sogar der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer. Davide Callà zeigt eine überzeugende Leistung. Dem Routinier gelingt sogar der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer.

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Ist nach dem 3:1 gegen Winterthur alles gut aus Sicht des FC Aarau? Nein! Einen Wermutstropfen gibt es: Olivier Jäckle nämlich wird sein 250. Spiel im FCA-Dress nicht so schnell vergessen. Der 27-jährige Mittelfeldspieler sah in der 83. Minute nach einem taktischen Foul an Anas Mahamid die gelb-rote Ampelkarte. Der Denker und Lenker kommt momentan nicht auf Touren, ja er steckt sogar in einer Minikrise. Dem feinen Techniker und zentralen Mann im System von Trainer Stephan Keller unterliefen wie schon beim 0:1 gegen GC zu viele Fehlpässe ohne Not.

Platzverweis für Oliver Jäckle in der 83. Minute. Es war der Tiefpunkt einer schwachen Leistung des 27-Jährigen. Platzverweis für Oliver Jäckle in der 83. Minute. Es war der Tiefpunkt einer schwachen Leistung des 27-Jährigen.

Platzverweis für Oliver Jäckle in der 83. Minute. Es war der Tiefpunkt einer schwachen Leistung des 27-Jährigen. Platzverweis für Oliver Jäckle in der 83. Minute. Es war der Tiefpunkt einer schwachen Leistung des 27-Jährigen.

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Der FC Aarau musste in der Schlussphase trotz Jäckles Platzverweis nicht gross zittern. Und es entsprach durchaus dem Spielverlauf, dass er im zehnten Spiel dieser Saison zum vierten Sieg kam.

Kellers Mannschaft bestimmte von Beginn an das Spieldiktat, war in der Startviertelstunde die bessere Mannschaft und ging verdientermassen in Führung. Nach einem Freistoss von Balaj verlängerte Donat Rrudhani den Ball mit dem Kopf zu Jérôme Thiesson, der aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte. Es war das erste Tor des Innenverteidigers im Dress des FC Aarau.

Der Winterthurer Ausgleichstreffer fiel dann wie aus dem Nichts. Samir Ramizi und Callà kombinierten sich auf der rechten Angriffsseite unge­hindert in Richtung Fünfmeterraum und der frühere Aarauer Callà hatte keine Mühe, Enzler zu bezwingen. Kurz darauf hatte der FC Aarau Glück, dass Callà aus bester Position am Goalie scheiterte.

In der zweiten Halbzeit plätscherte die Partie bis zur 65. Minute still und leise vor sich hin. Dann kamen der grosse Auftritt von Stojilkovic und das Schlussbouquet von Misic. Bleibt zu guter Letzt die Tatsache, dass sich der FC Aarau nach den drei sieglosen Spielen gegen Thun (0:1), Kriens (2:2) und GC (0:1) wieder einmal mit einem Dreier belohnte. Auffallend ist aber auch, dass die Aarauer auch im zehnten Spiel der Saison nicht ohne Gegentreffer blieben.

Telegramm: FC Aarau – FC Winterthur

FC Aarau – FC Winterthur 3:1 (1:1)

Brügglifeld. – 50 Zuschauer. – SR: Wolfensberger. – Tore: 16. Thiesson (Rrudhani) 1:0. 30. Callà 1:1. 65. Stojilkovic (Balaj) 2:1. 92. Misic (Aratore) 3:1.


Aarau: Enzler; Giger, Thiesson, Bergsma, Zverotic; Jäckle; Hammerich, Balaj (90. Misic); Spadanuda (55. Aratore), Stojilkovic, Rrudhani (83. Caserta).


Winterthur: Marzino; Isik (81. Volkart), Arnold, Kamberi, Lekaj; Omerovic (81. Wittwer); Callà (71. Emeghara), Pepsi, Ramizi (71. Mahamid), Alves; Buess.


Bemerkungen: Aarau ohne Gashi, Schindelholz (beide krank), Hajdari, Peralta, Qollaku, Thaler, Verboom (alle verletzt) und von Arx (nicht im Aufgebot). Winterthur ohne Baak, Costinha, Gantenbein, Gonçalves, Ltaief, Muci, Pauli, Rama, Roth, Schüpbach und Spiegel (alle verletzt). – Verwarnung: 15. Lekaj, 43. Omerovic, 61. Jäckle, 75. Hammerich (alle Foulspiel). – Platzverweis: 83. Jäckle (wiederholtes Foulspiel).

Das sind die Stimmen zum Spiel:

Das sind die Noten zum Spiel:

Simon Enzler: Note 5 Der Patzer gegen GC blieb ohne Nachwirkungen: Darf sich dank zwei starken Paraden und guter Strafraumbeherrschung zu den Matchwinnern zählen.
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Raoul Giger: Note 5 Im 100. Pflichtspieleinsatz praktisch fehlerlos und dazu offensiv mit einigen feinen Aktionen. Beste Saisonleistung.
Jérome Thiesson: Note 5 Sein 1:0 ist gleichzeitig sein Premierentor als FCA-Spieler. Liefert bis auf zwei Abspielfehler nach der Pause eine starke Vorstellung.
Léon Bergsma: Note 5 Beeindruckend, wie der Holländer von Spiel zu Spiel auf hohem Niveau abliefert.
Elsad Zverotic: Note 4,5 Nicht frei von Schuld beim 1:1. Weniger dominant als gegen GC, aber sehr wichtig als Antreiber.
Mats Hammerich: Note 4,5 Mit deutlich mehr Einfluss als in den vorherigen Partien. Muss noch mutiger im Vorwärtsgang werden.
Olivier Jäckle: Note 3,5 Die meisten seiner 249 Pflichtspiele im FCA-Dress zuvor waren besser als Nummer 250. Unrühmlicher Höhepunkt ist der korrekte Platzverweis in der 83. Minute.
Kevin Spadanuda: Note 3,5 Einzige auffällige Aktion war ein Fernschuss knapp am Winkel vorbei.
Liridon Balaj: Note 5 Hat bei zwei Toren seinen Linksfuss im Spiel, herausragend die Vorlage auf Stojilkovic vor dem 2:1. Auf dem Weg zu alter Stärke.
Donat Rrudhani: Note 4,5 Verlängert den Ball per Kopf zu 1:0-Torschütze Thiesson. Zwar weniger auffällig als auch schon, aber inzwischen zurecht ein fester Wert in der FCA-Offensive.
Filip Stojilkovic: Note 4,5 Lange glückloser Kämpfer, ehe er in Knipsermanier zum wegweisenden 2:1 trifft.
Marco Aratore: Note 4 Kommt in der 55. Minute für Spadanuda. Positiv und negativ auffällig, liefert den Assist zum 3:1.
Falvio Caserta: - Kommt in der 83. Minute für Rrudhani. Ohne Note.
Petar Misic: Note - Kommt in der 90. Minute für Balaj. Das 3:1 ist wichtig für sein Selbstvertrauen. Ohne Note.

Simon Enzler: Note 5 Der Patzer gegen GC blieb ohne Nachwirkungen: Darf sich dank zwei starken Paraden und guter Strafraumbeherrschung zu den Matchwinnern zählen.

Sarah Rölli

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