0:0 in Lausanne - ist das Glas des FC Aarau nach der Reise ins Waadtland halb voll oder halb leer? Diese Frage wird in diesem Artikel diskutiert. Fakt ist - die 2890 Zuschauer auf der Pontaise erlebten eine Premiere: Am 24. Spieltag endete zum ersten Mal in dieser Saison eine Partie mit FCA-Beteiligung, ohne dass in den 90 Minuten plus Nachspielzeit ein Tor fiel.

Challenge League 18/19 Runde 24: FC Lausanne-Sport - FC Aarau  9.3.19 - Highlights

Challenge League 18/19 Runde 24: FC Lausanne-Sport - FC Aarau 9.3.19 - Highlights

Challenge League 18/19 Runde 24: FC Lausanne-Sport - FC Aarau  9.3.19 - Highlights

Tore gab es also keine zu analysieren. Einige Erkenntnisse aus FCA-Sicht lieferte die Partie dennoch.

Erkenntnis Nummer 1: Der FC Aarau kann gegen das Spitzentrio nicht gewinnen

Auf der Pontaise fand eine unheimliche Serie ihre Fortsetzung: Auch im achten Anlauf kann der FCA nicht gewinnen, wenn der Gegner Lausanne, Servette oder Winterthur heisst. Gegen das Spitzentrio schauten bislang vier Remis heraus - drei gegen Lausanne, eines gegen Servette. Gegen Winterthur gabs in beiden Vorrunden-Duellen keinen Punkt, zudem gingen in der ersten Saisonhälfte beide Partien gegen die Genfer verloren. 

Die zehn Siege in dieser Saison hat Aarau allesamt gegen die restlichen sechs Gegner gefeiert. Gegen Kriens (1), Schaffhausen (2), Wil (2), Vaduz (1), Rapperswil-Jona (2) und Chiasso (2).

Am kommenden Sonntag tritt der FCA auf der Winterthurer Schützenwiese an. Dort sollte die unheimliche Serie ein Ende nehmen, wenn die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen am zweiten Tabellenrang dranbleiben will. 

Erkenntnis Nummer 2: Goalie Djordje Nikolic hat keinen Knacks

Die Szene wird im Saison-Rückblick ihren festen Platz haben: Im Heimspiel gegen Servette schenkte FCA-Goalie Djordje Nikolic den Genfern mit einem Riesenbock den Treffer zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung.

Damals trottete Nikolic wie ein Häufchen Elend vom Platz. Doch wer sich Sorgen machte, Nikolic würde noch lange an seinem Aussetzer zu knabbern haben, der wurde in Lausanne eines Besseren belehrt: Der Serbe zeigte auf der Pontaise eine Partie ohne Fehl und Tadel. In der 36. Minute bewahrte er mit einem starken Fussreflex den FCA vor dem 0:1. 

Erkenntnis Nummer 3: Neue betreiben keine Eigenwerbung

In der Rückrunde gilt: Trotz 25 Spielern nimmt FCA-Trainer Patrick Rahmen nur punktuell Veränderungen an seinen Startformationen vor. Und von den wenigen Veränderungen wurden die meisten wegen Sperren oder Verletzungen erzwungen.

Erst zwei Startelf-Wechsel geschahen ohne Not: In Vaduz erhielt Markus Neumayr eine Belastungspause, für ihn spielte Goran Karanovic. Und am Samstag in Lausanne entschied sich Rahmen in der Innenverteidigung seit langem wieder einmal für Nicolas Schindelholz und gegen Giuseppe Leo.

Karanovic und Schindelholz hatten vor ihren Startelf-Einsätzen nur Statistenrollen. Und dann, als sie ihre Chancen erhielten, konnten sie keine Eigenwerbung betreiben: Stürmer Karanovic hatte in Vaduz keine auffällige Szene. Schindelholz war in der Startphase der Schwachpunkt in der FCA-Abwehr, ehe er sich mit Fortdauer der Partie einigermassen stabilisieren konnte.

Wie es auch laufen kann, hat Markus Neumayr vorgemacht: Der Winter-Neuzugang stand beim Rückrunden-Auftakt gegen Wil in der Startelf und ist seither unverzichtbar. Die künftigen Startelf-Neulinge können sich an Neumayr ein Vorbild nehmen.

Challenge League, 24. Runde, FC Lausanne-Sport - FC Aarau: Stimmen zum Spiel (09.03.2019)