Faustball

Harter Kampf wurde mit Gold und Bronze belohnt

Enthusiastischer Oberentfelder Medaillenjubel: (oben, von links) Sara Gerber, Sabrina Siegenthaler, Fabienne Fedier, Jacqueline Fedier, Sabrina Huber und Andrea Gerber; (stehend) Brian Häfliger, Manuel Mosimann, Kevin Nützi, Kevin Hagen, Sascha Hagmann, Beni Marti-Suter; (unten) Christian Suter, Reto Hunziker, Christian Zbinden und Dominik Gugerli. (Foto: wr)

Enthusiastischer Oberentfelder Medaillenjubel: (oben, von links) Sara Gerber, Sabrina Siegenthaler, Fabienne Fedier, Jacqueline Fedier, Sabrina Huber und Andrea Gerber; (stehend) Brian Häfliger, Manuel Mosimann, Kevin Nützi, Kevin Hagen, Sascha Hagmann, Beni Marti-Suter; (unten) Christian Suter, Reto Hunziker, Christian Zbinden und Dominik Gugerli. (Foto: wr)

Der STV Oberentfelden hat an den Schweizer Meisterschaften im Hallenfaustball Gold bei den Frauen und Bronze bei den Männern gewonnen. Am Finalwochenende in Widnau erreichten die beiden Teams trotz erheblichen Leistungsschwankungen ihr Ziel.

Die Frauenspielgemeinschaft Oberentfelden-Amsteg kämpfte im Halbfinal wie im Final primär mit sich selber. Nach dem Qualifikationssieg lastete der Favoritendruck schwer. Im Final rannte die aargauisch-urnerische Kombination mehrheitlich einem Rückstand nach. Hauptangreiferin Andrea Gerber litt unter unpräzisen Zuspielen. Stattdessen hielt die Defensive das Team im Spiel. Im dritten Satz forderte Trainer Dominik Gugerli vergeblich: „Werdet jetzt mutiger!“ Nach verschlagenem erstem Matchball rückte Schlieren auf 1:2 Sätze heran.

Diesen Reiz schien Oberentfelden-Amsteg zu brauchen. Im vierten Durchgang agierte das Gugerli-Team ruhiger und konzentrierter. Das Konzept, primär die gegnerische Hauptangreiferin aus dem Spiel zu nehmen, funktionierte nun endlich. Mit 11:3 fiel die Entscheidung deutlich.

„Ja, die Anspannung war gross. Deshalb agierten wir offensiv zu vorsichtig“, analysierte der Trainer. Ausserdem bemängelte er zu viele Eigenfehler. „Aber ich hatte nie Angst.“ Nach einer Stunde wich der Siegesdruck der Freude über den zweiten Hallenmeistertitel nach 2012 in derselben Halle.

Von Flop zu Top

Bei den Männern schloss der STV Oberentfelden die Saison halbwegs versöhnlich ab. Die mehr erkämpfte als erspielte Bronzemedaille widerspiegelt die Höhen und Tiefen der Meisterschaft. Wie im verlorenen Halbfinal gegen Diepoldsau schwankte die Leistung des Titelverteidigers gegen Jona extrem. Der vierte Satz offenbarte dies krass. Bis 2:9 fanden die verzweifelt kämpfenden Aargauer weder defensiv noch offensiv zu einem effizienten Spiel. Derweil gelang dem Gegner fast alles. Die Einwechslung von Jungspund Brian Häfliger anstelle von Reto Hunziker in der Defensive leitete den Umschwung ein. Plötzlich harmonierte auch der Aufbau besser, und Hauptangreifer Kevin Hagen punktete in Serie zum 11:9-Satzgewinn.

„Mehr möglich gewesen“

Trainer Christian Zbinden verstrahlte zwar äusserlich Zufriedenheit nach dem Wechselbad der Gefühle, das mit einem 4:1-Sieg endete. Doch er haderte mit der Halbfinalniederlage. Da spielte der alte gegen den neuen Meister phasenweise auf Augenhöhe. Aber schwache Abschnitte verhinderten mehr als zwei Satzgewinn gegen Diepoldsau. So musste Zbinden im kleinen Final froh sein, dass sein Team nach harzigem Beginn sich zumindest auf einen Level steigerte, der zur Sicherung des Minimalzieles genügte.

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