Nicht dass es an Genfer Versuchen gemangelt hätte, mit Distanzwürfen zu scoren. Die Badener Verteidigung blockte aber derart konsequent und erfolgreich, dass sich die stämmigen Westschweizer auf die Brechstange im Werkzeugkasten besannen und ihr Heil fortan in Durchbrüchen und Kreisanspielen suchten. 

Spielertrainer Adrien Molinié (7/13) schaffte es auch immer wieder, seine Mitspieler mit sehenswerten Querpässen zu lancieren. Die vergaben aber zu viele Möglichkeiten und scheiterten zu oft am solide aufspielenden Marco Wyss (12/35) im Badener Tor, als dass die Gäste das Heimteam ernsthaft in Verlegenheit hätten bringen können. 

Da auch Städtli im Abschluss sündigte und sich reichlich Stockfehler leistete, lief die Resultateanzeige in der Aue kaum richtig warm und fiel auch der zeitweise Ausfall des Internet-Livetickers nicht besonders ins Gewicht. 

Viel Einsatz, wenig Ertrag 

Besser sah’s nach der Halbzeitpause aus: Zwar erwies sich das Badener Spektakel der ersten Minuten als Strohfeuer, aber mehr als ein weiteres Unentschieden lag für die unermüdlich anrennenden Gäste aus Genf dann doch nicht drin. Das 13:13 in der 36. Minute markiert den Wendepunkt. Ab dann legte Städtli kontinuierlich vor und baute den Vorsprung langsam aber sicher aus, bis der ungefährdete Sieg nach 60 Minuten endgültig feststand.

Mit 28 Punkten aus 22 Spielen ist das Resultat der bisher besten Badener NLB-Saison 2014/2015 bereits egalisiert. Dieses Saisonziel kann also so gut wie abgehakt werden. Wie es mit einem anderen ambitionierten Ziel – Schlussrang drei – aussieht, dürfte sich wohl erst am letzten Spieltag weisen: Die Teams auf den Rängen 3 bis 6 liegen derart nahe beieinander, dass es in den vier noch ausstehenden Partien auf jeden Punkt und jedes Tor ankommt.