Handball
Kein Aprilscherz: Der Verband setzt den Cup-Wettbewerb fort – der TV Endingen holt seinen Achtelfinal am 1. April nach

Der Fortsetzungs-Entscheid freut den TV Endingen: Dank zweier machbarer Gegner in Achtel- und Viertelfinal sind die Chancen auf einen Halbfinaleinzug mehr als nur intakt.

Dean Fuss
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Topskorer Justin Larouche und sein TV Endingen dürfen nach dem Entscheid zur Fortsetzung im Cup durchaus berechtigt mit einem Halbfinaleinzug liebäugeln.

Topskorer Justin Larouche und sein TV Endingen dürfen nach dem Entscheid zur Fortsetzung im Cup durchaus berechtigt mit einem Halbfinaleinzug liebäugeln.

Bild: Freshfocus

«Der Schweizer Cup wird [...] fortgesetzt und fertig gespielt.» Diese erfreuliche und in Zeiten der Coronapandemie alles andere als handelsübliche Meldung des Schweizerischen Handballverbandes sorgt gerade auch im Surbtal für grosse Freude. Ist der TV Endingen doch nach dem Achtelfinal-Aus des HSC Suhr Aarau von Mitte Oktober der letzte verbliebene Aargauer Verein im Cup-Wettbewerb der Männer.

Unter anderem auch deshalb, weil der Achtelfinal auswärts beim NLB-Verein Handball Stäfa vor gut fünf Monaten aufgrund einer Quarantäne-Verfügung gegen den TVE wenige Stunden vor dem eigentlich angesetzten Spielbeginn hatte verschoben werden müssen.

Nach dem Fortsetzungs-Entscheid des Verbandes steht nun der Nachholtermin für diese Partie fest: Der TVE spielt – Achtung: kein Aprilscherz! – am Donnerstag, 1. April, bei Handball Stäfa um den Einzug in den Viertelfinal.

TVE-Geschäftsführer Christian Villiger freut sich über die Fortsetzung des Cup-Wettbewerbs.

TVE-Geschäftsführer Christian Villiger freut sich über die Fortsetzung des Cup-Wettbewerbs.

Bild: Alexander Wagner

«Wir freuen uns natürlich, dass der Wettbewerb fortgesetzt wird», sagt TVE-Geschäftsführer Christian Villiger. Das ist auch deshalb nachvollziehbar, weil die Mannschaft von Trainer Zoltan Majeri bei Stäfa – ganz im Gegensatz zum Ligaalltag – auch wieder einmal als Favorit antreten wird. Und wenn der TVE dieser Rolle gerecht wird, dann wartet im Viertelfinal ein durchaus machbarer Gegner.

Denn in der Runde der letzten Acht, die teilweise bereits Ende Oktober ausgetragen worden ist, wartet der NLB-Verein CS Chênois Genève Handball auf den Sieger des letzten noch ausstehenden Achtelfinals. «Als NLA-Verein ist das natürlich eine sehr gute Ausgangslage. Jetzt liegt es an uns, diese auch zu nutzen», sagt Villiger.

Die Chancen einer Halbfinal-Qualifikation des TVE sind mehr als nur intakt, sie stehen sogar richtig gut. Dort dürften dann mit den bereits feststehenden Halbfinalisten Kadetten Schaffhausen und HC Kriens-Luzern und dem Sieger aus dem Duell SG Wädenswil/Horgen gegen BSV Bern grössere Brocken warten.

Zuletzt stand der TVE in der Saison 2016/17 im Halbfinal

Zuletzt waren die Endinger in der Saison 2016/17 im Cup-Halbfinal gestanden und hatten damals gar für eine Sensation gesorgt: Dank eines Triumphs über GC Amicitia hatten sich die Surbtaler beim Final-4-Turnier in Olten als erster NLB-Verein überhaupt bis in den Final gekämpft. Im Endspiel unterlag der TVE dann dem oberklassigen Wacker Thun mit 26:35 deutlich.

Sollte dem TV Endingen die Wiederholung des Finalvorstosses gelingen – was aufgrund der Situation als Tabellenschlusslicht auch heuer einer Sensation gleich kommen würde – stünde das Endspiel am Samstag, 8. Mai auf dem Programm. Dann sollen die Cupfinals der Kategorien Männer, Frauen, Juniorinnen und Junioren als gemeinsamer Event in der Mobiliar Arena in Gümligen stattfinden.