Leichtathletik

Hallen-Schweizer-Meisterschaft Aktive: Goldmedaille für Silvan Wicki

Silvan Wicki und Michelle Gloor nach ihrem erfolgreichen Auftritt an der Hallen-SM.

An den Hallen-Schweizer-Meisterschaften vertraten vier Athleten die Farben des BTV. Das Highlight der SM in St. Gallen war der Schweizer Meistertitel über 60m von Silvan Wicki.

Mit pfeilschnellen 6.65s gewann Silvan Wicki seinen ersten Titel auf der Aktivstufe und verbessert gleichzeitig auch noch seinen eigenen Hausrekord und seinen Vereins- und Kantonalrekord. Mit dieser Zeit nähert sich Wicki gleichzeitig auch auf bis zu fünf Hundertstelsekunden an den Schweizer Rekord von Pascal Mancini. U20-Athletin Michelle Gloor schaffte es zudem in den schnellsten Schweizer 60m-Final aller Zeiten!

Silvan Wicki bewies, dass die St. Galler Bahn schnell ist und holte sich auch gleich seinen ersten Schweizer Meistertitel bei den Aktiven. Im fünften Vorlauf ging Wicki als klarer Favorit an den Start und erfüllte seine Pflicht problemlos.

Von Anfang an Vollgas

Der Halbfinal wurde aber bereits interessant: Silvan Wicki bekam es mit Pascal Mancini (FSG Estavayer-le-Lac) zu tun. Mancini, welcher aufgrund eines Rekurses gegen seinen Lizenzentzug starten konnte, konnte Silvan Wicki aber nicht bedrängen. Von Anfang an war bei Silvan Vollgas angesagt und am Ende blieb die Zeitmessung bei 6.65s stehen. Mit dieser Zeit konnte Wicki seinen eigenen Haus-, Vereins- und Kantonalrekord um weitere vier Hundertstel senken.

Im Final war dann auch Sylvain Chuard (Lausanne-Sports Athlétisme), welcher im Halbfinal die EM-Limite erreichte, keine Gefahr für den Riehener. Souverän überquerte Wicki die Ziellinie und zeigte mit 6.65s eine weitere Machtdemonstration. Ausserdem näherte er sich bis auf fünf Hundertstelsekunden an den Schweizer-Rekord von Pascal Mancini aus dem Jahr 2015.

Silvan Wicki ist in der laufenden Hallensaison bisher bei zehn 60m-Rennen angetreten. In acht dieser Rennen blieb er unter der Qualifikationszeit für die Hallen-EM in Glasgow. Für Wicki geht die Hallensaison nun an der Hallen-EM weiter. Diese findet vom 1. bis 3. März in Glasgow (SCO) statt. Liegt dort auch ein Schweizer-Rekord in Reichweite?

Nach einem verletzungsbedingt harzigen Start in die Hallensaison wurde die junge Gontenschwilerin in jedem Rennen schneller. Rechtzeitig für die nationalen Titelkämpfe fand sie dann auch wieder zu ihrer alten Form zurück. Im ersten Vorlauf kam sie hinter Lea Sprunger (COVA Nyon), welche einen Schnelligkeitstest über die 60m absolvierte, als Zweite in das Ziel und qualifizierte sich direkt für den Halbfinal.

Inmitten der Schweizer Sprint-Elite

Dank den schnellen Beinen von Mujinga Kambundji (ST Bern), Géraldine Frey (LK Zug) und Samantha Dagry (Lausanne-Sports Athlétisme) konnte Michelle im Zwischenlauf ihre Saisonbestleistung weiter senken und qualifizierte sich mit 7.59s über die Zeit für den Final. Dabei blieb sie nur acht Hundertstel über ihrer persönlichen Bestleistung.

Im Final fand sich Gloor auf Bahn 1 ein inmitten der Schweizer Sprint-Elite. In einem sehr schnellen Final, mit einer Jahresweltbestleistung von Mujinga Kambundji, konnte Michelle ihre Zeit zwar nicht mehr verbessern, doch dank ihrer Leistungen am Samstag ist unsere junge Sprinterin nun auf Platz zwei der Schweizer U20-Bestenliste!

Mit dem achten Rang an der Aktiv-Meisterschaft und drei sehr starken Läufen unterstrich sie ihre Titelambitionen für die Nachwuchs-Hallen-SM vom kommenden Wochenende. Kann sie ihre Goldmedaille vom Vorjahr verteidigen?

Mit einem soliden Lauf kam May-Madeleine bis auf eine Hundertstelsekunde an ihre Saisonbestleistung heran. Für einen Platz im Zwischenlauf wäre aber eine Zeit unter neun Sekunden nötig gewesen.

Die Hürdenkonkurrenz stand am Sonntag ganz im Zeichen von Alt gegen Jung. Der Altmeister Tobias Furer (LK Zug) mass sich mit den jungen Wilden Jason Joseph (LC Therwil) und Finley Gaio (SC Liestal). Patrick Zutter startete im dritten Halbfinal auf der Bahn 3 und konnte trotz eines schlechten Starts seine Saisonbestleistung verbessern. Eine Qualifikation für den Halbfinal lag aber ausser Reichweite.

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