Trotz der guten Leistung in der ersten Halbzeit blieben die Aarauerinnen unbelohnt. Was man von Seiten der Gäste sah, war gut gespielter Offensivfussball. Immer wieder beobachtete man Steilpässe durch die Mitte, Ballstaffetten und frühe Angriffe auf die gegnerische Defensive in deren Ballbesitz. Wie bereits in der Vorschau angekündigt haben die Aarauerinnen an ihrer Physis gearbeitet, was man in diesem Spiel zu sehen bekam.

Ebenfalls auffällig in der ersten Halbzeit war Neuzugang Svenja Zengaffinen. Im zentralen Mittelfeld positioniert leitete sie das Aufbauspiel der Aarauerinnen und verteilte, zusammen mit Mariate Amoros Bonmati, gute Pässe. Jedoch nicht gut genug, um dann doch die Führung zu erzielen. Mit ein bisschen Spielpraxis in Aarau kann sie zu einer Teamstütze heranwachsen.

Das Tor von Küssnacht kurz vor der Pause war durchaus verdient und schön zum Betrachten. Aus rund 25 Metern schoss Stranieri den Ball über Schneider in den Aarauer Kasten.  Die Aarauerinnen hätten ebenfalls Chancen zur Führung gehabt, waren in den letzten Momenten aber doch zu unpräzise.

Auch in der zweiten Halbzeit sollte es nicht reichen

Die zweite Hälfte mussten die Aarauerinnen gleich unter grossem Druck beginnen. Die Gegnerinnen drückten stark aufs Tor – doch die FCA-Frauen hielten dagegen. Den Schlüsselpunkt im Spiel vergab Mara Gloor mit einer Riesenchance. Sie bekam eine herrliche Flanke von Storr, dribbelte eine Verteidigerin aus und stand alleine vor Fischer im Küssnachter Tor. Statt den Ball einzuschieben, schiesst sie ihn meterweit drüber. Nur wenige Minuten später standen die Aarauerinnen zu hoch und kassierten nach einem schnellen Konter das 2:0.

Doch damit nicht genug. Wieder vergingen nur zwei Minuten, ehe Schuler das Doppelpack gleich perfekt machen konnte und die Führung zum 3:0 ausbauen. Auch zu beachten war, dass  Schuler bei ihrem zweiten Treffer klar im Abseits stand. Ganz zum Schluss dann auch noch Pech für Aarau. Ein Schuss von Künzli wird unglücklich zum 0:4 abgelenkt.  Ein deutlich zu hohes Resultat für ein solches Spiel.

Es war ein mutiger Auftakt von Aarau, durch den man die Spielweise für die zweite Saisonhälfte sicher finden und optimieren kann. Die Aarauerinnen spielten im Vergleich zur Hinrunde mutiger, kämpferischer und aggressiver. Nach dieser Niederlage ist die Fahrtrichtung aber klar. Sie müssen in den nächsten Spielen gegen Schlieren und Therwil unbedingt Punkte holen. Ansonsten droht ein Platz auf den Abstiegsrängen.

FC Küssnacht - FC Aarau Frauen (16.2.19)