Eishockey

Grossmann widersteht der Verlockung

Grossmann (links) fühlt sich wohl beim HC Davos und will so schnell nicht wechseln.

Robin Grossmann: Seit über zwei Jahren beim HCD

Grossmann (links) fühlt sich wohl beim HC Davos und will so schnell nicht wechseln.

Der Dintiker Robin Grossmann spielt seit über zwei Jahren für den HC Davon. Angebote von anderen Teams schlägt er aus. Der Eishockeyspieler plant seine mittelfristige Zukunft beim HCD.

Robin Grossmann hat sich in den über zwei Jahren, die er beim HC Davos spielt, zu einem der besten NLA-Verteidiger entwickelt. Zu seinem überdurchschnittlich guten Spielverständnis gesellte sich inzwischen auch ein hohes Mass an defensiver Zuverlässigkeit. Zusammen mit seinem Verteidigungspartner Tim Ramholt führt er die interne Plus-Minus-Statistik der Davoser mit grossem Vorsprung an und hat sich auch als eifriger Skorerpunkte-Sammler etabliert (4 Tore, 8 Assists in 34 Spielen). Kurz: Robin Grossmann hat derzeit keinerlei Grund für Klagen, zumal sich der HCD längst an der Tabellenspitze etabliert hat.

Auf viel Geld verzichtet

Grossmann hätte es sogar in der Hand gehabt, von seinen derzeit konstant starken Leistungen optimal zu profitieren, da sein Vertrag beim HCD am Ende der laufenden Saison ausgelaufen wäre. Der Dintiker gehörte auf dem Transfermarkt entsprechend zu den begehrtesten Spielern. Die Angebote, die er bekam, waren verlockend und teilweise deutlich besser dotiert als jenes, welches er von den Davosern erhielt. Und doch entschied er sich für einen Verbleib beim Rekordmeister, und zwar gleich für weitere drei Jahre.

Es war quasi ein Entscheid für den sportlichen Erfolg und gegen das schnelle Geld. «Ich kann mich in Davos am besten weiterentwickeln», sagt Grossmann und: «Ich will Teil eines Teams sein, das stets um den Meistertitel mitspielen kann.» Wenn er 30 Jahre oder älter wäre und langsam aufs Geld schauen müsste, wäre die Situation vielleicht eine andere gewesen.

Vetorecht, falls neuer Trainer nicht passt

Dabei hatte noch im Vorjahr viel darauf hingedeutet, dass er von seinem grössten Förderer und auch bisweilen härtesten Kritiker, Davos-Trainer Arno Del Curto, die Nase ein wenig voll hat. Wer Del Curto kennt, der weiss allerdings, dass er nur mit denjenigen Spielern hart ins Gericht geht, die er als besonders förderungswürdig einstuft.

Inzwischen habe sich die Beziehung zum Engadiner normalisiert, erzählt der 23-Jährige. Grossmanns neuer Kontrakt enthält sogar eine Klausel, die ihm im Falle eines – allerdings unwahrscheinlichen – Abgangs Del Curtos (sein Vertrag läuft Ende Saison aus) ein Vetorecht gewährt, falls ihm der neue Trainer nicht passen sollte.

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