Pferderennen

Grosser Preis: Das Rennen der Emotionen

Gelingt Oh Calin im Schachen die Titelverteidigung?

Gelingt Oh Calin im Schachen die Titelverteidigung?

Am vorletzten Maisonntag lädt der Aargauische Rennverein zum Abschluss seiner Frühjahrsrennen in den Schachen ein. Dabei richtet sich das Hauptinteresse auf die Steepler, die im Grossen Preis des Kantons Aargau um die Börse von 25000 Franken kämpfen.

Es sind in erster Linie die Hindernisrennen, die im Schachen für Stimmung und Emotionen sorgen. Die Truppe des Aargauischen Rennvereins pflegt und hegt ihren Trumpf seit vielen Jahren. Für den Aargauischen Rennverein stellt aber der seit langer Zeit schleichende Rückgang der Anzahl Hindernispferde ein immer grösser werdendes Problem dar.

Nichtsdestotrotz präsentiert sich im Hauptereignis, dem GP des Kantons Aargau, mit Ausnahme von Vac de Regnière, beinahe die vollständige Elite der Jagdpferde zum zweiten grossen Stelldichein der Saison. Als Referenzrennen zum 25000er-Highlight über den 4200 Meter langen Hubertus-Kurs bietet sich der GP der Stadt Zürich an. Bei diesem verabschiedete sich der aus Tschechien angereiste Gilmour zeitig von Bric d’Or, um einen klaren Sieg zu erringen.

Dulciecoeur und Monkstown sorgen für grosse Quoten

Eigentlich alles klar für den routinierten und guten Springer von Trainer-Doyen Karl Klein? Durchforstet man die Rennleistungen des Wallachs, wird offensichtlich, dass der siebenjährige Steepler mit dem Schachenkurs auf Kriegsfuss steht. Bric d’Or scheiterte auch im Vorjahr als Mitfavorit im GP Aargau und wurde hinter Oh Calin, Diabolo Fraise, Vac de Regnière mit Weilenabstand lediglich Vierter. Und obwohl Vorjahressieger Oh Calin nun nicht mehr von Laurent Métais in Paris trainiert wird, sondern seine Lektionen von Jürg Langmeier erhält, traut man ihm die Titelverteidigung zu.

Als Spielverderber drängen sich zwei Konkurrenten in den Vordergrund. Unpa, der bereits zwei Siege erzielte, dabei einmal vor Fighting Johan blieb und vom Reinacher Trainer Hansjörg Speck ins Rennen geschickt wird. Er läuft in den Farben der Wettingerin Doris Rub und wird vom jungen, talentierten Unterkulmer Michael Huber, dem mit drei Saisonsiegen führenden Hindernisjockey, geritten.

Der zweite Steepler mit Eignung zum Favoritenschreck heisst Fighting Johan, der als frischer Sieger auf der leichten Jagdbahn vom Vorsonntag erneut in Aarau antritt. Die weiteren Kandidaten im Hauptereignis sind: Die eifrige Dulciecoeur und der in dieser Saison bereits im Cross-Country erfolgreiche Monkstown. Beide besitzen Überraschungspotenzial und würden am Toto für grosse Quoten sorgen.

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