Fussball
Grosser Jubel: FC Wohlen schafft Ligaerhalt dank 2:0-Sieg in Winterthur

Der FC Wohlen spielt auch kommende Saison in der Challenge League. Kakoko kurz vor und Paiva kurz nach der Pause schiessen die Freiämter zum 2:0-Sieg bei Winterthur. Schlusslicht Locarno verliert gleichzeitig gegen Lugano mit 0:3.

Ruedi Kuhn
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Die Wohler bejubeln den Sieg in Winterthur und den gleichzeitigen Ligaerhalt.

Die Wohler bejubeln den Sieg in Winterthur und den gleichzeitigen Ligaerhalt.

Anton Geisser

Im Stadion Schützenwiese brechen alle Dämme. Nach Wohlens 2:0 gegen Winterthur und Luganos 3:0 in Locarno ist die Entscheidung gefallen: Locarno hat eine Runde vor Schluss nicht nur drei Punkte Rückstand auf die Freiämter sondern auch das klar schlechtere Torverhältnis. René Meier ist die Erleichterung über den Ligaerhalt ins Gesicht geschrieben.

Wohlens Ehrenpräsident eilt von der Haupttribüne an den Spielfeldrand und bedankt sich nach dem Schlusspfiff höchst persönlich bei Trainer Ciriaco Sforza und allen Spielern für das Happy-end einer schweren Saison. Der Glücklichste unter den 1100 Zuschauern ist sicherlich Andy Wyder. „Die Erleichterung ist riesig", sagt der Präsident des FC Wohlen.

„Bei einem Abstieg wäre vieles kaputt gegangen und vieles in Frage gestellt worden. Nun gehen wir mit vollem Elan in die neue Saison. Ich bin froh, dass die Mannschaft in Winterthur noch einmal alle Kraftreserven mobilisieren konnte."

Apropos FC Winterthur: Die Zürcher werden langsam, aber sicher zum Glücksbringer von Wohlen. Blicken wir zurück: Es war in der letzten Runde der Saison 2011/12, als die Freiämter im Fernduell um den Ligaerhalt gegen Stade Nyonnais auf die Schützenhilfe Winterthurs angewiesen war. Wohlen verlor in Bellinzona sang- und klanglos 0:5.

Weil das Team von Trainer Boro Kuzmanovic Nyon 2:1 schlug, blieb Wohlen in der zweithöchsten Spielklasse. Zwei Jahre später leistete Winterthur erneut Hilfestellung. Sforzas Team profitierte nach 43 Minuten nämlich von einem Blackout Christian Leites. Winterthurs Torhüter liess einen harmlosen Flankenball von Mergim Brahimi fallen und Yannick Kakoko erzielte mit einem Schuss aus kurzer Distanz das 1:0.

Und als Joao Paiva zu Beginn der zweiten Halbzeit nach Vorarbeit von Simone Rapp das 2:0 gelang, bog der Gastklub auf die Siegesstrasse ein.

Weil Winterthur in der Schlussphase voll auf die Karte Risiko setzte und die Defensivarbeit vernachlässigte, hätte der FC Wohlen sogar noch höher gewinnen können.

Das aber ist nicht mehr als eine Randnotiz. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass das letzte Spiel dieser Saison am nächsten Samstag im Stadion Niedermatten gegen Servette nicht zum Kampf um Sein oder Nichtsein wird. Vielmehr kommt es zu einem Fussballfest ohne jede Nervenanspannung.

Dabei wird ein Spieler mit Sicherheit im Mittelpunkt stehen: Der 31-jährige Captain Michael Winsauer bestreitet gegen die Genfer die letzte Partie seiner Karriere. Wetten, dass der Österreicher nach dem Abpfiff die Nacht zum Tag machen wird?

Winterthur - Wohlen 0:2 (0:1)

Schützenwiese. - 1100 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 43. Kakoko 0:1. 48. Paiva 0:2.