Schwimmen

Grosse Ziele: Yannick Käser über seine EM-Eindrücke und zukünftige Pläne

Yannick Käser will sich optimal auf seine kommenden Ziele vorbereiten.

Yannick Käser will sich optimal auf seine kommenden Ziele vorbereiten.

Yannick Käser erzählt im Interview von seinen Eindrücken an der Schwimm-EM in Berlin. Der in den USA studierende Fricktaler schliesst es zudem nicht aus, für die optimale Vorbereitung auf die Olympischen Spiele sein Studium ein Jahr zu unterbrechen.

Yannick Käser, wie beurteilen Sie Ihr Abschneiden an der EM in Berlin?

Yannick Käser: «Im Vorhinein war es schwierig zu prognostizieren, wie meine Form tatsächlich sein wird. Im Nachhinein lässt sich sagen, dass ich auf dem richtigen Weg bin, aber sicherlich noch nicht dort angelangt bin, wo ich stehen will.»

Weshalb war diese Prognose schwierig?

«In den USA trainiere ich vor allem auf der Kurzbahn, weshalb eine Prognose auf der Langbahn schwierig war.»

Mit welchem Ziel reisten Sie nach Berlin?

«Mein Ziel ist immer das Erreichen von neuen Bestzeiten. Sicherlich habe ich mir gerade über 200 m Brust mehr erhofft, mit den Leistungen kann ich aber dennoch zufrieden sein.»

Was fehlte für einen Exploit?

«Mit dem Vorlauf war ich durchaus zufrieden. Im Halbfinal habe ich zu viel gewollt und war deshalb zu verkrampft. Zudem war mein Start nicht optimal und mir unterliefen einige technische Fehler. Trotzdem muss ich sagen, dass eigentlich nicht viel fehlt.»

Sie sind an der EM die beste Zeit seit 2012 geschwommen, dennoch sind Sie noch weit über Ihrer Bestleistung – was war früher anders als heute?

«2011 und 2012 hat alles zusammengepasst. Ich konnte mich nach der Matura ein Jahr lang nur auf den Schwimmsport fokussieren und war deshalb freier. Heute habe ich mit dem Studium eine Art Doppelbelastung, die sich sicherlich auf meine Leistungen auswirkt. Dennoch finde ich in den USA optimale Bedingungen vor, was sich auch in meinen Trainingszeiten widerspiegelt.»

Sie sprechen von einer «optimalen Doppelbelastung» - wie meinen Sie das?

«In Amerika gibt es die nötige Infrastruktur, zudem ist das Studium recht flexibel. Mit dem zusätzlichen Ansporn durch das super Team um mich herum ergeben sich diese optimalen Bedingungen.»

Wie sehen Ihre Ziele für die Zukunft aus?

«Kurzfristig orientiere ich mich an der WM in Kasan. Zudem überlege ich mir, ein Jahr Pause an der Uni zu machen, um mich optimal auf die Olympischen Spiele in Rio 2016 vorzubereiten. Dort soll das Ziel die Halbfinal-, vielleicht sogar die Finalteilnahme sein.»

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