Fussball
Gränicher Express in Richtung 2. Liga

Der FC Gränichen braust im Schnellzugtempo in die 2. Liga. Damit ist der Gränicher Aufstieg aber noch nicht definitiv gesichert. Jedoch stehen die Chancen ganz gut.

Hannes Hurter
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Die Gränicher Fussballer auf dem Weg in die 2. Liga
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Alessandro Locatelli (links, Mellingen) gegen Dalibor Velimirovic (rechts, Gränichen).
Radomir Vasic (links, Gränichen) gegen Valter Manuel Reis (rechts, Mellingen).
Daniel Keppler (links, Gränichen) gegen Fabio Iovanna (rechts, Mellingen).

Die Gränicher Fussballer auf dem Weg in die 2. Liga

Alexander Wagner

Drei Spiele, drei Siege: Der FC Gränichen braust im Schnellzugtempo in die 2. Liga. Weil die restlichen beiden Partien der 3. Aufstiegsrunde erst heute und morgen Abend ausgetragen werden, ist der Gränicher Aufstieg noch nicht definitiv gesichert, die Signale stehen für die Wynentaler jedoch ganz auf grün.

Gränicher Geduldsprobe

Der 3:0-Erfolg gegen Mellingen musste allerdings hart erkämpft werden und wurde zu einer Geduldsprobe: Obwohl das Heimteam schon in der ersten Halbzeit spielbestimmend war und ein deutliches Chancenplus aufwies, stand es nach 45 Minuten noch torlos. Mellingen wehrte sich auf dem Kunstrasen wacker und gab sich auch nach den beiden Heimniederlagen noch nicht geschlagen. Marco Patané eröffnete das Skore nach einer Stunde auf Vorlage von Daniel Keppler mit einem strammen Schuss in die linke Ecke (1:0/60.). Nach dem Platzverweis gegen Mellingens Tasic powerte Gränichen unter der Regie von Captain Florian Müller und Ex-Aarau-Spieler Remo Senn munter weiter, kam durch Vasic und Florian Müller zu Möglichkeiten und legte bei Anbruch der Schlussphase nach. Remo Senn zimmerte den Ball aus spitzestem Winkel zum 2:0 in den Winkel, fünf Minuten später wurde Keppler im Strafraum zurückgehalten, FCG-Keeper Livio Buchser sprintete über das ganze Feld und versenkte den Penalty zum 3:0.

Marco Wüst, der seit knapp zehn Jahren (!) die Geschicke des Gränicher Fanionteams leitet, freute sich über den Vollerfolg seiner Equipe, die damit seit 17 Spielen ungeschlagen bleibt. «Es macht unheimlich Spass mit dieser Truppe. Wir haben die Türe nun sehr weit geöffnet», sagte Wüst und verkündete: «Sollten wir am Freitag aufsteigen, gehen wir bis Sonntagabend hoffentlich nicht mehr ins Bett.» Mellingen-Trainer Marco Tovagliaro gestand, «dass die Luft etwas draussen war. Bei uns hätte alles zusammenpassen müssen. Trotzdem: Es war eine super Saison, wir werden in der nächsten Spielzeit wieder angreifen.»

Herausragende Defensive

Zurück zu Gränichen: Herausragend in einem kompakten Kollektiv war Gränichens Defensive, die während der gesamten Aufstiegsrunde erst einen Gegentreffer kassierte. Mit der spielstarken Truppe von Marco Wüst sowie einer der modernsten und schönsten Infrastrukturen des Kantons wäre der FC Gränichen zweifellos ein Gewinn und eine Bereicherung für die 2. Liga.