Fussball
Goran Antic: «Ich bin kein Mensch, der den Dingen lange nachtrauert»

Für Goran Antic war die letzte Saison nicht einfach. Nachdem der FC Aarau in die Super League aufgestiegen ist, musste sich der Stürmer ein neues Team suchen.

Jessica Widmer
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Goran Antic im Dress des FC Aarau 2012 im Spiel gegen Biel. Otto Lüscher

Goran Antic im Dress des FC Aarau 2012 im Spiel gegen Biel. Otto Lüscher

Mit der Hoffnung, wieder in die höchste Spielklasse aufzusteigen, wechselte Goran Antic zu Beginn der Saison 2012/13 von Winterthur zurück zum FCA. Doch als der Aufstieg dann Tatsache wurde, war für den 28-Jährigen das Thema Super League keines.

Im Verlauf der besagten Spielzeit kam Antic immer weniger zum Einsatz und wurde zum Schluss nur noch selten eingesetzt. Er spielte keine Rolle mehr unter Aarau-Trainer René Weiler. «Natürlich war es eine schwere Zeit für mich. Ich war enttäuscht, musste mich aber an die damalige Situation im Klub gewöhnen», erinnert sich der Suhrer.

Hätte gerne ein Begründung bekommen

Er habe nie das Gespräch mit dem Trainer oder dem Verein gesucht und habe einfach akzeptiert, wie es war.

Trotzdem hätte der gelernte Bürofachmann im Nachhinein gerne eine Begründung dafür bekommen, warum er nicht mehr spielen durfte: «Am liebsten hätte ich damals Ehrlichkeit gehabt. Doch ich bin kein Mensch, der den Dingen lange nachtrauert. Für mich war das Thema schnell abgeschlossen.»

Er betont auch, dass es für ihn jederzeit eine Möglichkeit wäre, wieder zum FCA zurückzukehren und er in keiner Weise «sauer» sei.

So kam es, dass Goran Antic im vergangenen Frühling einen neuen Klub suchen musste. Der FC Baden bemühte sich damals stark um den 28-Jährigen. Beide Parteien einigten sich und Antic wurde für die laufende Saison ausgeliehen.

Sein jetziger Trainer und frühere Teamkollege bei Aarau, Sven Christ, sah in der Situation schon von Anfang an eine Win-win-Situation: «Antic hat bei uns die Chance, Spielpraxis zu sammeln und sich fussballerisch zu verbessern. Andererseits profitieren die extrem junge Mannschaft und der ganze Verein von einem Spieler wie ihm.»

Umstellung nicht einfach

Antic fiel die Umstellung von der Challenge League zur 1. Liga anfangs nicht leicht. Doch Christ half dem Suhrer, seine Spielfreude wiederzufinden, und sieht weiter Steigerungspotenzial in seinem Schützling: «Er ist noch nicht dort, wo ich ihn haben will. Aber wir haben eine gute Basis geschaffen, und ich glaube, er fühlt sich wohl bei uns.»

Jetzt müsse er seinen Torriecher noch etwas verbessern. Christ betont, dass einer wie Antic in der 1. Liga «eigentlich nichts zu suchen hat», und wünscht ihm, dass er bald eine Chance bei einem neuen Verein in einer höheren Spielklasse bekommt. «Zuerst kommt das heutige Spiel gegen Zofingen, wenn wir dieses gewonnen haben, können wir an den Cup denken», so Antic. (jwi)