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Gontenschwil behält in turbulentem Kickoff-Spiel die Oberhand

Der Fairplay-Sieger Gontenschwil gewinnt das 2.-Liga-Kickoff-Spiel gegen Aufsteiger Fislisbach verdient, aber am Ende auch etwas glücklick mit 4:3. In der turbulenten Schlussphase der Partie fallen innert drei Minuten drei Tore.

Das erste 2.-Liga-Spiel der Saison erlebte ein wahres Hitchchock-Finale. 89. Minute: Das vermeintlich entscheidende 4:1 durch Gontenschwils Spielertrainer Dany Bolliger. 90. Minute: Fislisbachs Christoph Sozzi verkürzt per Kopf auf 2:4. 91. Minute: Hektik im Gontenschwiler Strafraum, ein Verteidiger will befreien, schiesst Torhüter Kevin Walz an, von dessen Oberkörper prallt der Ball ins Tor. Nur noch 3:4. Wenig später pfeift Schiedsrichter Werder die Partie auf dem Neumättli ab. 300 Zuschauer erlebten einen äusserst animierten Saisonauftakt.

Doch der Reihe nach. Mit dem traditionellen Kickoff-Spiel erfolgte am Donnerstagabend der Start in die neue 2.-Liga-Saison. Fairplay-Sieger Gontenschwil empfing den Aufsteiger und 3.-Liga-Meister FC Fislisbach. Und die Fislisbacher, trainiert von Dieter Senn, legten einen wahren Traumstart hin. Zehn Jahre warteten sie auf die Rückkehr in die 2. Liga, keine vier Minuten vergingen bis zum ersten Tor. Neuzugang Yannic Frei gelang der erste Treffer der neuen Saison. Ein langes Zuspiel aus dem Mittelfeld hebelte die Verteidigung der Gastgeber aus. Frei vollendete lässig und gekonnt zur frühen Führung.

Della Rossa nutzt dritte Chance

Fislisbach hat sich nach dem Aufstieg kaum verstärkt. Mit Frei, Senn (beide Baden) und Hofer (Dietikon) stiessen nur drei Neue zum Team. «Die Aufstiegsmannschaft hat das Potenzial, auch in der 2. Liga zu bestehen», zeigte sich Trainer Senn zuversichtlich. Und sein Team machte den Gontenschwilern zu Beginn das Leben schwer. Fislisbach setzte auf lange Bälle und schnelle Konter und machte hinten die Räume dicht. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe sich die Gastgeber vom ersten Schock erholt hatten und das Spiel in die Hände nahmen. Ivo Della Rossa vergab in der 30. und 32. Minute den Ausgleich. Wenig später hatte Gontenschwil Glück, nicht mit 0:2 in Rückstand zu liegen. Fislisbachs Umbricht traf mit einem Freistoss den Pfosten, Frei zimmerte den Nachschuss in den Nachthimmel (41.). Dann der Ausgleich im psychologisch richtigen Moment: Tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nutzte Della Rossa seine dritte Chance zum 1:1.

Ausgleich auf dem Fuss

In der zweiten Halbzeit übernahm Gontenschwil das Diktat. Folgerichtig die 2:1-Führung durch einen Distanzschuss von Michael Meier (58.). Doch die dickste Chance besass Fislisbach in der 61. Minute. Frei schob in bester Abschlussposition den Ball quer zu Iglesias, doch dieser verfehlte das Tor. Und als Frei den missglückten Abschluss beim Pfosten erreichen wollte, stand er im Abseits. Es war schliesslich ein Patzer von Fislisbachs Torhüter-Urgestein Thomas Muntwiler, der Gontenschwil den Sieg ebnete. In der 70. Minute kullerte ihm ein Freistoss durch die Hände, Gontenschwils Bolliger war zur Stelle und markiert sein erstes von zwei Toren an diesem Abend. Das Spiel schien gelaufen, bis die letzten Minuten nochmals für Spannung sorgten.

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