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Gippinger Boxer Davide Faraci will den Schweizermeister-Titel

Davide Faraci möchte zeigen, dass er der Beste im Land ist. zvg

Davide Faraci möchte zeigen, dass er der Beste im Land ist. zvg

Davide Faraci will sich am Samstag in Aarau für die SM qualifizieren. Der Gippinger ist seit zehn Jahren Boxer mit Leib und Seele. Seit rund sechs Jahren trainiert er in Baden.

«Ich will Schweizer Meister werden, weil ich beweisen will, dass ich in meiner Kategorie der beste Boxer in der Schweiz bin», gibt Davide Faraci seine hochgesteckten Ziele an. Den ersten Schritt in Richtung SchweizerMeister-Titel kann er morgen in Aarau machen. Dort finden die Ausscheidungswettkämpfe für den Halbfinal vom 17. November in Baden statt. «Wenn es optimal läuft, muss ich nur einmal kämpfen. Es kann aber auch sein, dass ich ein zweites Mal antreten muss, obwohl ich den ersten Kampf gewonnen habe. Die Ausscheidung läuft nach dem K.-o.-Prinzip ab. Verlieren ist für mich verboten», stellt Faraci, der im Mittelgewicht bis 75 Kilogramm antritt, klar.

Vorbild für die Jungen

Der Gippinger ist seit zehn Jahren Boxer mit Leib und Seele. «Ich war nie der Typ für Mannschaftssport. Der Kampf Mann gegen Mann dagegen hat mich schon immer fasziniert», blickt Faraci zurück. Seit rund sechs Jahren trainiert der 21-Jährige in Baden und fühlt sich hier rundum wohl. «Wir unterstützen einander gegenseitig, motivieren uns», zählt er die Vorteile auf. Zudem sei er hier ein grosses Vorbild für die Jüngeren, was ihm gut gefalle.

Sport und Arbeit kombinieren

Faraci trainiert täglich, sei dies Kondition, Kraft oder Taktik. Nebenbei arbeitet er als Automatiker, dies jedoch nur temporär. «Das gibt mir eine gewisse Flexibilität, wenn ich beispielsweise eine Woche frei nehmen muss für einen Wettkampf», erzählt Faraci. Gleichzeitig sei es jedoch sehr schwierig, neben dem hohen Trainingspensum noch 100 Prozent arbeiten zu müssen: «An internationalen Wettkämpfen sind alle meine Gegner Profis und können täglich zweimal trainieren. Ich dagegen kann nur am Abend trainieren.»

Daher ist es auch das Ziel von Faraci in Zukunft einen Arbeitgeber zu finden, der es ihm erlaubt während der Arbeitszeit an Wettkämpfen teilzunehmen. Im Moment wohnt Faraci noch zu Hause. «Ohne die Unterstützung meiner Mutter wäre es für mich unmöglich auf so hohem Niveau zu boxen», gibt er offen zu. Überhaupt trage sein Umfeld viel zu seinen Erfolgen bei, vor allem auch sein Trainer Engin Köseoglu, ist sich der sympathische junge Mann bewusst.

Faraci macht sich zusammen mit seinem Team auf, den Titel als Schweizer Meister erfolgreich zu verteidigen, um dann im Dezember mit gestärktem Selbstvertrauen an die U22-EM nach Kaliningrad zu reisen. «Auch dort will ich gewinnen», schliesst Faraci selbstbewusst ab.

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