Volleyball
Geschafft: Nach zehn Jahren in der 1. Liga ist Baden wieder in der NLB

Dank einem souveränen 3:0-Sieg beim VBC Züri-Unterland hat der VBC Kanti Baden den lang ersehnten Wiederaufstieg geschafft. Damit ist mit Baden nun endlich wieder ein Aargauer Frauen-Volleyballteam in der Nationalliga vertreten.

Claudine Müggler
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VBC Kanti Baden schafft den Aufstieg
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Die Volleyballerin des VBC Kanti Baden freuen sich über den Aufstieg
Der Dank ans Publikum und die Fans
Züri Unterland langsam am Boden
Baden-Trainer Harald Gloor und sein Team haben die Herausforderung gemeistert.roland jaus

VBC Kanti Baden schafft den Aufstieg

roland jaus

Die Ausgangslage vor dem Playoff-Final-Spiel war klar. Da Baden das 1.-Liga-Heimspiel vor einer Woche zu Hause mit 3:1 gewonnen hatte, mussten sie in Kloten gewinnen oder mindestens zwei Sätze für sich entscheiden, wollten sie am Ende des Spiels nicht noch um den Aufstieg zittern.

Denn hätte Baden nur einen Satz gewonnen, wäre es am Schluss des Spiels eine leidige Rechnerei um wenige Punkte Differenz geworden.

Guter Start ins Spiel

Doch die Volleyballerinnen von Baden liessen es erst gar nicht so weit kommen. Sie gewannen die ersten beiden Sätze verdient mit 25:14 und 25:18. Die Badenerinnen wirkten im Gegensatz zu den Zürcherinnen gar nicht nervös.

Somit war klar: Der lang ersehnte Aufstieg nach zehn Jahren Absenz in der Nationalliga war Tatsache. Endlich ist wieder ein Aargauer Volleyballteam in der Nationalliga B vertreten. Dementsprechend gross war auch die Erleichterung direkt nach dem zweiten Satz sowie auch nach dem Spiel. Die Spielerinnen bejubelten ihren Sieg ausgelassen mit ihrem Trainer.

«Wir arbeiteten drei Jahre lang auf diesen Moment hin. Der Druck vor dieser Begegnung war sehr gross, umso stolzer bin ich auf meine Mannschaft, dass sie diesem Druck standgehalten hat und auf den Punkt die Leistung abliefern konnte, die wir gefordert hatten», sagte Trainer Harald Gloor nach Spielschluss.

Schock nach der Freude

Nach dem zweiten Satz war die Spannung dem Spielverlauf entsprechend weg. Der dritte Satz sollte dann nur noch ein Schaulaufen für Baden werden. Doch beim Stand von 5:4 für die Zürcherinnen passierte es.

Sara Winter vom VBC Kanti Baden blieb nach einem Block am Boden liegen. Sie verletzte sich dabei so schwer, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte. Für sie kam Josefin Kaufmann ins Spiel.

«Das war natürlich ein herber Schlag für uns, zumal Sara unsere einzige Zuspielerin war», meinte Gloor. «Doch das stachelte uns nur noch mehr an. Wir wollten unbedingt für Sara dieses Spiel gewinnen.» Dies taten sie dann auch souverän in eineinhalb Stunden und ohne Satzverlust.

Erst mal wird gefeiert

Jetzt, da der Aufstieg geschafft ist, wie sieht es mit der Planung für die nächste Saison aus? «Heute werden wir erst mal feiern. Wie es weitergeht, dass werden wir in zwei, drei Wochen besprechen.

Vielleicht werden wir ein paar kleine Veränderungen vornehmen, ein, zwei neue Spielerinnen verpflichten. Doch ich denke, das Team wird im Grossen und Ganzen zusammenbleiben. Wir haben im Cup schon bewiesen, dass wir gegen Teams aus der Nationalliga bestehen können», bilanzierte Trainer Gloor zum Schluss.

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