Nach den Siegen gegen Wil, Chiasso, Rapperswil und Schaffhausen bleibt der FC Aarau dank des Unentschiedens gegen Lausanne im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. Nachfolgend drei Erkenntnisse aus dem 2:2 gegen den spielstarken Aufstiegsanwärter aus dem Waadtland.

Erkenntnis eins

Marco Schneuwly mit Ladehemmung: Der 33-jährige Mittelstürmer scheint das Tore schiessen verlernt zu haben. Seine Bilanz beim FC Aarau ist ernüchternd: Neun Spiele, null Tore! Schneuwly läuft und läuft und läuft, Schneuwly fightet, Schneuwly geht in die Zweikämpfe, aber vor dem Tor ist Ende Feuer. Was ist los mit dem früheren Goalgetter? Was ist los mit dem Mann, der mit seinen früheren Klubs Thun, YB und Luzern in 22 Spielen gegen Aarau 13 Tore erzielt hat? Beim 2:2 gegen Lausanne gelang ihm immerhin die erste Torvorlage. Schneuwly bereitete das zweite Aarauer Tor von Goran Karanovic vor. Trifft er am Freitag im Heimspiel gegen Vaduz?

Erkenntnis zwei

Der Griff nach der Fairplay-Trophäe: Gewinnt der FC Aarau Ende Saison den Preis für die fairste Mannschaft der Challenge League? Gut möglich! In den vergangenen beiden Spielen gegen Schaffhausen (3:1) und Lausanne (2:2) wurde jedenfalls kein Spieler des FC Aarau verwarnt. Wenn das kein Beweis ist, dass die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen den Fairplay-Gedanken hoch hält. Oder haben die Aarauer ganz einfach Glück gehabt? Klar ist, dass die Stammspieler Giuseppe Leo, Linus Obexer, Elsad Zverotic, Olivier Jäckle und Varol Tasar nach der nächsten Verwarnung eine Sperre absitzen müssen. 

Stimmen zum Spiel – Interviews mit Torschütze Goran Karanovic und Cheftrainer Patrick Rahmen

Erkenntnis drei

Zwei Einwechselspieler, zwei Gefühlswelten: Was waren das für unterschiedliche Teileinsätze von Mickael Almeida und Goran Karanovic im Spiel gegen Lausanne! Beginnen wir mit dem Verlierer. Beginnen wir mit Almeida, der in der 74. Minute für Varol Tasar kam. Dem 19-jährigen Portugiesen unterliefen innert einer Minute gleich zwei dämliche Ballverluste. Und weil der zweite Ballverlust am Ursprung des zweiten Treffers für Lausanne stand, musste sich Almeida nach dem Abpfiff kritische Worte gefallen lassen. Der junge Mann bewegt sich zwischen Genie und Wahnsinn. Mit seinen Toren gegen Chiasso (3:2) und Schaffhausen (3:1) rückte er ins Rampenlicht. Gegen Lausanne stand er neben den Schuhen. Für positive Schlagzeilen sorgte Karanovic: Der 31-jährige Mittelstürmer, der wegen einer Leistenzerrung wochenlang pausieren musste, kam in der 80. Minute für Petar Misic und erzielte drei Minuten später das Tor zum 2:2:

Challenge League, 2018/19, 16. Runde, FC Aarau– FC Lausanne, 2:2 Goran Karanovic