Nach dem sehr guten dritten Gesamtrang im European Moriwaki Cup ging es nach 3 Wochen Pause noch ein letztes Mal nach Spanien, wo in Navarra der letzte Lauf der spanischen PreMoto3 Meisterschaft durchgeführt wurde. An allen drei Tagen herrschte mit 25 Grad und Sonnenschein nahezu perfektes Rennfahrer-Wetter.

Navarra ist im Kalender die einzige Strecke, auf der Jarno schon einmal gefahren ist. Dementsprechend war die Motivation gross. Das freie Training am Freitag verlief sehr gut und Kausch konnte sich in jedem Turn steigern. Nach den beiden Zeittrainings war das Team nicht sehr glücklich, obwohl man mit Position 18 in der spanischen Meisterschaft den besten Startplatz der Saison erreicht hatte, wäre doch noch ein bisschen mehr drin gelegen. Am Ende stimmte das Timing nicht und Jarno überquerte die Startlinie 2 Sekunden zu spät und das Zeittraining wurde abgewinkt.

Nach gutem Start im Rennen konnte Kausch direkt auf Position 15 vorfahren. In der vierten Kurve wurde er aber nach innen abgedrängt und eingeklemmt, was in wieder an die zwanzigste Stelle zurückwarf. Der junge Schweizer fand aber trotzdem schnell einen guten Rhythmus. Die folgenden 13 Runden absolvierte er wie ein Uhrwerk innerhalb 0,25 Sek. und arbeitete sich stetig nach vorne.

Eingangs letzter Runde belegte der Wynentaler bereits die 13. Position, direkt hinter dem Spanier Gerrard Riu und mit 50 Metern Vorsprung zu den nächsten Verfolgern. Das Unheil nahte in Form eines zu überrundenden Fahrers. Im Wissen darum, dass Kausch nur auf einen kleinen Fehler hoffte, quetschte sich Riu beim Rausbeschleunigen auf die Gegengerade so knapp am Überrundeten vorbei, dass er diesen am Lenkerstummel touchierte, wobei dieser zu Boden gerissen wurde -  genau vor das Vorderrad von Kausch.

Dieser konnte nur noch mit einer Vollbremsung und viel Glück einen Zusammenstoß verhindern, verlor dabei aber den ganzen Speed auf die Gerade. was zur Folge hatte, dass wieder zwei Fahrer vorbei fahren konnten. Am Ende überquerte Jarno Kausch die Ziellinie als 15. und holte damit noch einen Meisterschaftspunkt.

Es zeigte sich einmal mehr, dass dieses Jahr das Niveau in dieser Klasse unglaublich hoch ist. Die Top Ten könnten vom Level her ohne Probleme in der CEV Moto3 vorne mitfahren, starten aber aus Budgetgründen in der PreMoto3-Klasse. Dies zeigt auch die Tatsache, dass der Rundenrekord dieses Jahr um nicht weniger als 2,4 Sek. verbessert wurde

Für die Zukunft steht nun für den jungen Schweizer Nachwuchspiloten mit dem Wechsel auf die grösseren 600ccm Maschinen der nächste Schritt an. In welcher Kategorie genau (Moto2 oder 600 Superstock) ist noch offen, aber ein Start in der spanischen Meisterschaft ist sicher.