Challenge League

Geisterspiele? Die Liga erlaubt Zuschauer an den FC-Aarau-Heimspielen im Brügglifeld

So voll wie auf dem Bild wirds nicht werden - aber bis 300 Menschen dürfen an den FCA-Heimspielen ins Brügglifeld

So voll wie auf dem Bild wirds nicht werden - aber bis 300 Menschen dürfen an den FCA-Heimspielen ins Brügglifeld

Seit der Bekanntgabe des Bundesrats, dass ab dem 6. Juni Veranstaltungen mit maximal 300 Teilnehmern erlaubt sind, hat sich für die Schweizer Fussballklubs die Ausgangslage verändert: Statt die am 19. Juni startenden 13 restlichen Spieltage hinter verschlossenen Türen abhalten zu müssen, könnten die Stadiontore für einige Fans geöffnet werden.

Dafür musste die Swiss Football League ihr Okay geben und das Schutzkonzept für die Meisterschaftsspiele anpassen. Das hat sie mittlerweile, was für den FC Aarau bedeutet: An den verbleibenden sechs Heimspielen im Brügglifeld dürfen 300 Personen im Stadion sein. Der FCA wird davon Gebrauch machen - wie wohl die Mehrheit der Challenge-League-Klubs.

Von den 300 sind rund 150 Plätze reserviert für die beiden Mannschaften, Trainerteams, Betreuer, Liga- und Kluboffizielle, Medienschaffende, Stadionpersonal, TV-Crew, etc..

Bleiben 140 bis 150 Plätze. Für diese sollen gemäss FCA-Geschäftsführer Roland Baumgartner alle Interessensgruppen gleichmässig berücksichtigt werden: Sponsoren, Gönnervereinigungen, die Dachorganisation der Hardcore-Fans "Szene Aarau", Fanklubs sowie Einzelpersonen im Besitz einer Saisonkarte. Viel bleibt da nicht übrig für die einzelnen Interessensgruppen - aber immerhin. Der Verkauf von Einzeltickets ist ausgeschlossen. FCA-Präsident Philipp Bonorand sagt: "Es geht uns nicht darum, Geld zu verdienen. Wir möchten mit der Stadionöffnung im erlaubten Rahmen den Saisonkarten-Besitzern und treuen Unterstützern des FC Aarau etwas zurückgeben." 

Den Match verfolgen werden sie auf der Haupttribüne, verteilt auf den 1200 Klappsitzen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden. Wie genau die Plätze auf die einzelnen Interessensgruppen aufgeteilt werden und wie Interessierte sich für den Stadion-Besuch anmelden können, darüber will der FCA in der nächsten Woche informieren. Weiter sind  noch nicht spruchreife Aktionen in Planung, mit denen der FCA auf digitalem Weg die Fans zuhause ins Stadion holen will.

Die 300-Personen-Grenze gilt vorerst für das Heimspiel gegen den FC Wil am 23. Juni. Tags darauf will der Bundesrat über weitere Lockerungsmassnahmen informieren. Gut möglich, dass danach die Obergrenze für Veranstaltungen auf 1000 Personen erhöht wird. Mit der Folge, dass sich das Brügglifeld weiter füllen könnte...

Fans haben bereits neue Saisonabos bestellt

Am Donnerstag hat der FC Aarau zudem über das Vorgehen im Zusammenhang mit den Saisonkarten informiert. Das betrifft die stattliche Anzahl von 2150 Saisonkarten-Inhabern, die theoretisch alle Anrecht auf die Rückerstattung für die verbleibenden sechs Heimspiele hätten. "Wir zählen auf deine Solidarität und Unterstützung als Saisonkarteninhaber", wendet sich der FCA direkt an seine treuen Fans. Wer auf eine Rückerstattung verzichtet, dem wird dies mit einer öffentlichen Namensnennung auf den digitalen Kanälen des FCA verdankt.

Wer noch einen Schritt weitergeht und ein Abo für die nächste Saison 2020/21 löst, erhält einen Gutschein in Höhe von 25 Franken - einlösbar im Fanshop oder an den Verpflegungsständen im Brügglifeld.

Die Resonanz ist aus FCA-Sicht erfreulich: Bislang ist keine einzige "Geld zurück"-Forderung auf der Geschäftsstelle eingegangen (Stand vor einer Woche). Und auf Facebook haben mehrere Fans bestätigt, das Abo für die neue Saison bereits bestellt zu haben. Einer schreibt: "Wer [Geld] zurückfordert, ist Basel-Fan"

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