NLA-Handball

Gegner RTV Basel legt Veto ein: TV Endingen blitzt mit Verschiebungsbegehren für den Abstiegskampf ab

Justin Larouche (r.) und seine TVE-Teamkollegen erhalten nach der Quarantäne keine zusätzliche Vorbereitungszeit auf den Abstiegskampf gegen Basel.

Justin Larouche (r.) und seine TVE-Teamkollegen erhalten nach der Quarantäne keine zusätzliche Vorbereitungszeit auf den Abstiegskampf gegen Basel.

Die im NLA-Abstiegskampf nicht ganz unwichtige Partie des TV Endingen auswärts beim RTV Basel findet wie ursprünglich geplant am Sonntag, 25. Oktober, statt. Gastgeber Basel hat dem Endinger Wunsch nach einer Verschiebung eine Absage erteilt. Die Surbtaler sind sauer.

Seit Mitte Woche befinden sich Spieler und Staff der ersten Mannschaft des TV Endingen in einer von den kantonalen Behörden verordneten Quarantäne. Dies, weil beim 25:23-Heimsieg gegen GC Amicitia vom Samstag, 10. Oktober, in den Reihen der Zürcher ein Spieler aufgelaufen war, der später positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Nach der Absage der beiden in die Quarantänezeit fallenden Partien (siehe unten) haben die Vereinsverantwortlichen der Endinger bei der Liga und Gegner RTV Basel um die Verschiebung der NLA-Partie der 10. Runde um drei Tage vom Sonntag, 25. Oktober, auf den darauffolgenden Mittwoch, 28. Oktober, gebeten.

Dies, weil die TVE-Spieler noch bis am kommenden Dienstag, 20. Oktober, zu Hause kaserniert sind und in dieser Zeit nur jeder für sich alleine trainieren kann. Danach bleiben nur noch maximal vier Tage für gemeinsame Mannschaftstrainings auf der Platte. Beim TVE fürchtet man sich nach der tagelangen Trainings-Zwangspause vor einem massiv erhöhten Verletzungsrisiko. Eine ideale Matchvorbereitung sieht anders aus. 

Das ist auch insofern von Belang, als dass die Partie auswärts in Basel im Kampf gegen den Abstieg aus der NLA nicht ganz unwichtig sein dürfte. Entsprechend hätte man sich beim TVE gewünscht, dass dem Verschiebungsbegehren entsprochen wird.

Wegen Catering: RTV will nicht verschieben

Doch daraus wird nichts, denn am Freitagnachmittag lässt der RTV Basel den TVE abblitzen. Gegenüber TVE-Geschäftsführer Christian Villiger begründen die Basler ihren negativen Bescheid wie folgt: Sie hätten das Catering für das Heimspiel bereits bestellt und Sponsoren eingeladen. Eine Verschiebung sei deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Der Ärger beim TVE ist gross. «Dass es kein Entgegenkommen von Seiten der Basler gibt, enttäuscht uns», sagt Villiger und ergänzt: «Unsere Spieler werden durch diese Absage noch motivierter sein, den Baslern auf der Platte zu antworten.»

Ausserdem wollen die Endinger noch einmal abklären, ob es irgendeine andere Möglichkeit gibt, die Verschiebung doch noch zu erzwingen.

TVE-Spieler in Quarantäne bisher symptomfrei

Positive Nachrichten gibt es für den TVE aus der Quarantäne: Bisher zeigt keiner der zu Hause kasernierten Spieler und Staff-Mitglieder der ersten Mannschaft des TV Endingen Symptome, die auf eine Infizierung mit dem Coronavirus hindeuten würden.

Ausserdem gibt es Neuigkeiten in Bezug auf die beiden aufgrund der Quarantäne verschobenen Partien: Die ursprünglich auf Sonntag, 18. Oktober, angesetzte NLA-Partie der Surbtaler auswärts gegen
St. Otmar St. Gallen wird um drei Wochen verschoben und am Sonntag, 8. November, nachgeholt.

Der ausgefallene Cup-Achtelfinal vom Mittwoch, 14. Oktober, bei NLB-Verein Handball Stäfa soll gemäss Angaben des Schweizerischen Handballverbandes voraussichtlich am 29. oder 31. Oktober stattfinden.

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