Unihockey
Geburtstagsständchen für Goalie Jonas Wittwer im Nati-Camp

Der Gebenstorfer Jonas Wittwer rückte am Sonntag in Magglingen ein. Für den GC-Goalie ist es bereits der fünfte Nati-Zusammenzug. Obwohl er noch zu keinem Einsatz in der A-Nati gekommen ist, freut sich der 22-Jährige enorm über das Aufgebot.

Dean Fuss
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Geduld ist gefragt: Jonas Wittwer, Nati-Goalie auf Pikett.Marcel Bieri

Geduld ist gefragt: Jonas Wittwer, Nati-Goalie auf Pikett.Marcel Bieri

Marcel Bieri

Der Gebenstorfer Unihockey-Goalie Jonas Wittwer erlebte seinen 22. Geburtstag am Sonntag in Magglingen. Nicht weil er da eine grosse Feier geplant gehabt hätte, sondern weil er von Nationalmannschafts-Coach Petteri Nykky für das Nati-Camp im Vorfeld der neu eingeführten WM-Qualispiele von nächster Woche aufgeboten wurde.

Für Wittwer ist es bereits der fünfte Nati-Zusammenzug. Wenn alles nach Plan läuft, wird er aber – wie bei seinen bisherigen Nati-Aufgeboten auch – nach dem Camp-Ende am Dienstag nicht mit dem Team weiterreisen. Er ist allerdings auf Pikett: Sollte sich einer der beiden anderen Nati-Torhüter verletzen, könnte er die Reise in die Slowakei doch noch antreten.

«Dafür arbeite ich täglich»

Obwohl Wittwer noch zu keinem Einsatz in der A-Nati gekommen ist, freut sich der 22-Jährige enorm über das Aufgebot: «Die Nati ist schon seit jeher mein grosser Traum. Dafür arbeite ich täglich hart.» Es sei immer wieder ein schönes Gefühl, zum Team zu gehören und «natürlich ist es ein guter Rahmen, um sich zu zeigen», umschreibt der Gebenstorfer seine Situation.

Natürlich würde Wittwer sein Können gerne auch einmal für die Nati unter Beweis stellen – so wie er das in der NLA für GC-Unihockey seit mittlerweile drei Saisons macht. Seine aktuellen Konkurrenten um den Goalie-Posten in der Nationalmannschaft, Martin Hitz (Malans) und Pascal Meier (Växjö/Sd), haben allerdings beide schon über 30 Länderspiele bestritten. «Die Konkurrenz ist stark und motiviert mich deshalb extrem», sagt Wittwer. Dass er noch nicht für die Schweiz habe auflaufen dürfen, sei für ihn kein Problem. «Ich muss mir nun vor allem selber Zeit lassen und Geduld haben.»

Wittwers Ziel ist die WM 2014

Seine Chancen auf künftige Einsätze sieht Wittwer als durchaus intakt an. «Es ist aber auch immer eine Frage des Timings. So müsste für die kommende WM in Schweden im Dezember doch sehr viel zusammen passen», sagt er. Trotzdem bleibt es sein grosses Ziel, zum Kader für die WM im Mutterland des Unihockey-Sports zu gehören. «Wenn ich weiter hart an mir arbeite und mein Spiel weiterentwickle, kann alles möglich sein.»

Früher oder später dürfte sich Wittwers Geduld auszahlen. Gestern Abend auf jeden Fall durfte er sich schon einmal von seinem Team feiern lassen, wenn auch für seinen Geburtstag und nicht für sein Debüt im Nati-Dress – diese Feier soll aber, wenn es nach Wittwer selber geht, definitiv noch anstehen.