Challenge League

Gebanntes Warten beim FC Aarau: Die Würfel fallen am 13. März

Alfred Schmid (links) und Philipp Bonorand hoffen auf die Ligavergrösserung in der Super League

Alfred Schmid (links) und Philipp Bonorand hoffen auf die Ligavergrösserung in der Super League

Am Freitag, 13. März, werden die 20 Präsidenten der zehn Klubs der Super League und der zehn Klubs der Challenge League über die Aufstockung und den neuen Modus in der höchsten Spielklasse entscheiden. Sprechen sich zwei Drittel der Präsidenten, also deren 14, für zwölf statt wie bisher für zehn Teams aus, sind Aufstockung und neuer Modus beschlossene Sache. Wenn nicht, bleibt es bei zehn Klubs in der höchsten und bei zehn Klubs in der zweithöchsten Spielklasse.

Die Verantwortlichen des FC Aarau haben sich längst entschieden: Sie wollen die Aufstockung. Sie wollen ab der Saison 2021/22 zwölf statt zehn Mannschaften in der Super League. Der Grund liegt auf der Hand: Mit der Aufstockung steigen die Aufstiegschancen. Die Saison 2020/2021 soll für die Aarauer eine Motivationsspritze für die Zukunft und der Weichensteller für den Baubeginn des neuen Stadions im Torfeld Süd sein. Nach 36 Spielen würden im Frühling 2021 zwei Teams den direkten Aufstieg aus der Challenge in die Super League schaffen. Und der Drittklassierte bekäme erst noch die Möglichkeit, den Aufstieg in zwei Barrage-Spielen gegen den Zehnten und Letzten zu realisieren.

Der Kampf der FCA-Bosse muss weitergehen

Der scheidende Präsident Alfred Schmid und der neue Präsident Philipp Bonorand kämpfen seit Monaten für eine Zwölferliga. Sie werden am 13. März gemeinsam zur entscheidenden Präsidentenkonferenz nach Bern fahren. «Dieser Tag ist für den FC Aarau ein Stichtag», sagt Schmid. «Er hat für mich als scheidender Präsident und für Philipp Bonorand als neuen Präsidenten grosse Bedeutung. Wir werden im Vorfeld der Abstimmung alles dafür tun, um eine Zweidrittel-Mehrheit für eine Super League mit zwölf Mannschaften zu erreichen.»

Ein Monat vor der Abstimmung stehen die Chancen für eine Aufstockung und einen neuen Modus ausgezeichnet. Mit Ausnahme des FC Thun haben alle Klubs ihre Bereitschaft signalisiert, für zwölf Teams in der höchsten Spielklasse zu stimmen. Dennoch waren Klubs wie die Berner Young Boys, Servette, GC und Kriens zuletzt noch auf der Kippe. Der FC Aarau sollte sich also nicht in Sicherheit wiegen und auch in den nächsten vier Wochen für sein Begehren weibeln. Für den Klub vom Brügglifeld wäre ein Ja die Initialzündung für eine Vorwärtsstrategie. «Kommt die Aufstockung werden wir im Hinblick auf die nächste Saison alles unternehmen, dass Sportchef Sandro Burki und Trainer Patrick Rahmen eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen können», sagt Schmid.

Der 13. März ist für den FC Aarau aber nicht nur sportlich sondern auch finanziell wegweisend. Die Suche nach einem neuen Hauptsponsor und Nachfolger von KIA im Hinblick auf die nächste Saison ist in vollem Gang. Gerüchteweise ist zu hören, dass es zwei Interessenten gibt. Diese üben sich momentan wegen der schlechten Leistungen und ungenügenden Resultate in Zurückhaltung. Sollte die Aufstockung der höchsten Spielklasse Tatsache werden und der FC Aarau den Aufstieg in der nächsten Saison zum Ziel ausrufen, steigen die Chancen auf den Vertragsabschluss mit einem potenten Geldgeber. Übrigens: KIA wird zwar nach drei Jahren als Hauptsponsor aussteigen, aber in der neuen Saison weiterhin Premiumsponsor sein und auch auf den Trikots bleiben.

Autor

Ruedi Kuhn

Ruedi Kuhn

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