Erkenntnis 1: GC-Captain Vero Salatic besucht seinen Freund und nächsten Gegner

Wer ist denn das? Ein "AZ"-Leser hat am Samstagabend auf der Brügglifeld-Tribüne ganz genau hingeschaut und unter den Zuschauern Vero Salatic entdeckt. Der GC-Captain, der im Sommer zum dritten Mal in Niederhasli einen Vertrag unterschrieb, schaute sich den nächsten Gegner an: Am Freitagabend steigt im Brügglifeld der Spitzenkampf Erster gegen Zweiter, Aarau gegen GC. Die Salatic-Stippvisite hat noch einen anderen Hintergrund: Seine Familie ist gut befreundet mit jener von Aarau-Captain Elsad Zverotic. Die beiden spielten von 2015 bis 2017 gemeinsam für den FC Sion.

GC-Captain Salatic im Brügglifeld (vorne am Handy)

GC-Captain Salatic im Brügglifeld (vorne am Handy)

Am kommenden Freitag ruht die Freundschaft der beiden für 90 Minuten. Welche Erkenntnisse hat Salatic ins GC-Camp in Niederhasli mitgebracht? Dass der FC Aarau im Offensivspiel zwar lange vieles schuldig blieb, aber fleissig weiterarbeitete und sich dadurch den Sieg auch verdiente.

Die Partie wird für beide Teams zur Standortbestimmung. Mit zwei Siege aus zwei Spielen ist Super-League-Absteiger GC statistisch zwar perfekt in die Saison gestartet. Die Leistungen der Hoppers gegen Stade Lausanne-Ouchy und den FC Wil hinterliessen jedoch einige Fragezeichen über das tatsächliche Leistungsvermögen. Und der FC Aarau? Sowohl das Unentschieden als auch der Sieg gegen Kriens waren verdient, beide Partien hätten jedoch auch zu ungunsten der Aarauer ausgehen können.

Erkenntnis 2: Wie nah ist die Tabelle nach zwei Spieltagen bereits an jener Ende Saison?

Klar, es ist noch sehr früh in der Saison. Doch so, wie die Challenge-League-Tabelle sich nach zwei Spieltagen präsentiert, so könnte sie auch nach 36 Spieltagen aussehen. Auf dem ersten Rang der finanzstärkste Klub GC. Auf dem Barrage-Rang 2 der FC Aarau - punkt- und torgleich mit Lausanne-Sport, mit dem sich die Aarauer schon in der vergangenen Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Barrage-Qualifikation geliefert haben. Der vierte Aspirant für eine Top-Platzierung ist der FC Winterthur. 

Nun spielen in der nächsten Runde die vier Spitzenteams gegeneinander: Aarau empfängt GC (Freitag 20 Uhr, Brügglifeld), Winterthur spielt gegen Lausanne (Schützenwiese, Samstag 18 Uhr). Wie sieht die Tabelle nach den zwei Spitzenspielen aus?

Erkenntnis 3: Rahmens Joker stechen

Nach dem Auftaktspiel in Winterthur musste sich FCA-Trainer Patrick Rahmen anhören, er habe zu spät und zu wenig Spielerwechsel vorgenommen. Gegen Kriens reagierte er - für Rahmen-Verhältnisse früh - bereits in der 66. Minute. Und dann gleich doppelt: Gezim Pepsi und Patrick Rossini ersetzten Mats Hammerich und Stefan Maierhofer. In der 84. Minute der dritte Wechsel - Yvan Alounga für Markus Neumayr.

Wie schon oft im Frühling bewies Rahmen auch gegen die Innerschweizer ein goldenes Händchen: Pepsi legte per feinem Hackentrick Neumayr das 2:0 auf, Rossini bereitete mit einer Flanke Misics 4:1 - und Alounga? Das 17-jährige Sturmjuwel erzielte sechs Minuten nach seiner Einwechslung ein Prachtstor und bestätigte ein erstes Mal die Prognosen seiner Wegbegleiter: Bei ihm ist alles möglich. 

Übrigens: Rahmen wechselte gegen Kriens noch ein viertes Mal. Doch Marco Thaler kam in der 90. Minute zu spät ins Spiel, um noch entscheidende Dinge zu tun.