Tennis
Game, Set and Match für Aargauer Tenniscracks in Biel?

Zwei von sechs Aargauern starten mit reellen Titelchancen an den Tennis Schweizer Meisterschaften in Biel. Amra Sadikovic (WTA 228) hat ein klares Ziel: «Ich möchte diesen Titel einmal holen. Warum also nicht in diesem Jahr.»

Fabio Baranzini
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Amra Sadikovic möchte auch an den SM wieder jubeln können.keystone

Amra Sadikovic möchte auch an den SM wieder jubeln können.keystone

Obwohl die Frauenkonkurrenz stark besetzt ist, hat Amra Sadikovic (WTA 228) ein klares Ziel: «Ich möchte diesen Titel einmal holen. Warum also nicht in diesem Jahr.» Die 23-Jährige aus Birr, hinter Timea Bacsinszky (WTA 180) die Turniernummer zwei, betont aber, dass alle gesetzten Spielerinnen an einem guten Tag gefährlich werden können. Dennoch sind Sadikovics Titelchancen durchaus intakt, konnte sie doch ihr Spielniveau in den letzten Wochen steigern und in Helsinki den dritten Turniersieg der Saison feiern. «Ich bin gut in Form, auch wenn die Saison besser hätte verlaufen können», weiss sie.

Eigentlich wollte Sadikovic die Top 100 anpeilen, doch daraus wurde nichts. Es fehlte die Konstanz über die gesamte Saison und hinzu kamen einige, wie sie selbst sagt, unüberlegte Reisen nach Übersee. «Aber immerhin konnte ich mein Ranking halten», so Sadikovic.

Im Kreis der Favoriten

In Biel strebt Alexander Sadecky (ATP 564) einen positiven Saisonabschluss an. Der 25-jährige Würenloser entschied sich aufgrund der mässigen Resultate in diesem Sommer, die Matura nachzuholen. «Die ersten fünf Monate habe ich hinter mir. Es macht mir Spass, aber es ist auch stressig», bilanziert Sadecky und meint, er müsse noch daran arbeiten, die richtige Balance zwischen Schule und Tennis zu finden.

Sein Trainingspensum hat er aufgrund seiner schulischen Aktivitäten reduziert.

Trotz weniger Trainingsstunden glaubt der zweifache Schweizer Meister auch in diesem Jahr an seine Chance. «Henri Laaksonen ist für mich der Favorit, aber es gibt fünf oder sechs Spieler, die den Titel holen können», gibt sich der an Nummer fünf gesetzte Sadecky zuversichtlich.

Turnier als Auftakt in die Saison

Neben Sadecky und Sadikovic nehmen vier weitere Aargauer Akteure teil. Während Slobodan Mavrenski (N3, 34) und die Qualifikanten Jens Hauser (N3, 40) und Oliver Mrose (N3, 46) als Aussenseiter starten, hat die Entfelderin Karin Kennel das Potenzial zum Exploit.

Die 17-Jährige kehrte im Sommer nach unüberbrückbaren Differenzen mit Coach Freddy Blatter von Oberentfelden nach Biel zu Swiss Tennis zurück. «Ich habe mich gut eingelebt und bin zufrieden mit meinem Spiel», sagt sie. Vor allem die Erfolge bei den Juniorinnen bestätigen ihre Aussage, denn dort hat sich Kennel in den Top 30 der Welt etabliert. Auch die Rückenprobleme, die sie längere Zeit plagten, hat die junge Aargauerin im Griff.

Nach einem dreiwöchigen Aufbau sind die Schweizer Meisterschaften bereits der Auftakt in die neue Saison. «Ich nehme daher Spiel für Spiel und versuche, die technischen und taktischen Elemente aus dem Training im Match umzusetzen», formuliert sie ihre Ziele vorsichtig.

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