Fussball 1. Liga
Der FC Solothurn ist zu Hause weiterhin sieglos – 0:1 gegen den FC Schötz

Nach der vierten Saisonniederlage im zehnten Meisterschaftsspiel fällt der FC Solothurn auf den zehnten Tabellenplatz zurück. Nach dem Platzverweis gegen Marco Mathys muss der FCS die Partie gegen Schötz dezimiert beenden.

Pius Rüegger
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Marco Mathys (r.) kassierte in der 63. Minute wegen einer Tätlichkeit die Ampelkarte.

Marco Mathys (r.) kassierte in der 63. Minute wegen einer Tätlichkeit die Ampelkarte.

Hans Peter Schläfli

Der FC Solothurn brachte den Heimfluch auch gegen Schötz nicht los. Drei 0:1-Niederlagen stehen zwei 1:1-Unentschieden gegenüber. Der Platzverweis von Mathys in der 63. Minute wegen einer Revanche an Fischer nach einem ungeahndeten Foul des Schötzer Innenverteidigers war nebst den verpassten Torchancen die Ursache.

Im Gegensatz zum Zug-Spiel eröffneten die Einheimischen die Partie mit zwei Möglichkeiten. In der vierten und siebten Minute verpasste Chatton die Führung. Nach Angriffen über rechts flog der Ball am rechten Torpfosten vorbei. Einen Vorstoss von Mzee beendete Roth mit einem ebenfalls nicht geahndeten ruppigen Eingreifen im Strafraum (15.).

Mzee musste sich in der 22. Minute durch Philippe Gerspacher ersetzen und die rechte Schulter im Bürgerspital untersuchen lassen.

«In den ersten zwanzig Minuten sind wir gut ins Spiel gekommen, liessen den Ball laufen, kamen zu Chancen»,

hielt Solothurns Assistenztrainer Rolf Leibundgut fest, der den an einer Grippe erkrankten Cheftrainer Jürg Widmer kurzfristig ersetzen musste.

Bevor Schötz die Gastgeber prüfen konnte, strich ein Heber von Mathys aus der Distanz über die Querlatte (19.). Bähler hatte einen Distanzschuss im Nachgang zur Ecke abzuwehren (30.) und vor Gjidoda den Ball wegzuboxen (33.). Auf der Gegenseite sah Chatton einen Kopfball von Schötz-Hüter Nabil pariert (35.). Vier Minuten später konnte Nabil den schwachen Flachschuss von Kaiser behändigen (39.). Vorher blieb Chatton rechts hängen, in der Mitte kam Mathys einen Schritt zu spät.

Den vierten Gästeeckball brachten die Solothurner nicht unter Kontrolle und aus dem Gefahrenbereich. Schötz’ Topskorer Gjidoda hatte freie Schussbahn, um Gassers Zuspiel siegbringend zu verwerten (41.). «Bei diesem Tor haben wir beim zweiten Ball, einem Prellball, zuwenig aufgepasst. Wir waren zu wenig lang beim Gegenspieler, sodass dieser alleine vor dem Tor stand», sagte Leibundgut. Nachdem Bähler einen Schuss aus dem Rückraum von Mazreku hechtend geklärt hatte (44.), reagierte der Platzklub. Mathys schoss in der zweiminütigen Nachspielzeit rechts daneben und in die Arme von Nabil.

«Kein Vorwurf, einzig die Belohnung hat gefehlt»

Um den Rückstand auszugleichen, stellte Leibundgut auf eine Dreier-Abwehr und ein Vierer-Mittelfeld um. Die Solothurner konnten das Geschehen dank mehr Bewegung und Tempo in die Schötzer Hälfte verlegen, den Druck erhöhen. Zuerst wurde Mathys’ Abschluss geblockt (51.), ehe Chatton das Zuspiel von Musai nicht unter Kontrolle brachte (53.). Einen langen Ball spielte Chatton nach rechts weiter. Mast mit einem zu flach geratenen Querpass verfehlte das leere Tor.

Nach dem Platzverweis in der 63. Minute blieb der FCS seiner Taktik treu, hielt am Offensivmodus fest. «Nach der roten Karte – Mathys läuft mit der Brust in den Gegenspieler, nicht mit der Schulter oder dem Ellbogen; der Schiedsrichter muss vorher Foul geben – haben wir bewusst nicht erneut umgestellt, sondern gleich weiter gespielt, nun mit einem Dreier-Mittelfeld», erklärte Leibundgut.

Weil der FCS öffnen musste, kam Schötz zu Kontern. Bähler verhinderte dreimal das zweite Gegentor. Den Heber von Gjidoda fing er ab (80.), den Kopfball wieder von Gjidoda boxte er weg (84.) und einen Gasser-Schuss wehrte er ab (85.). Trotz unermüdlichen Bestrebungen blieb Solothurn der Ausgleich verwehrt. Musai und Loosli scheiterten links (86.). Bei umstrittenen Fouls an Bruni (88.). und Chatton (90.) hätte ein Penaltypfiff nicht erstaunt. Zuletzt versuchte es Huser mit einem Distanzschuss – auch vergeblich (92.).

Die Hypothek der halbstündigen Unterzahl wog zu schwer. «Es ist schwierig zu sagen, warum es zu Hause nicht läuft. Es zieht sich wie ein roter Faden durch, dass wir, wenn wir in Rückstand geraten, nicht aufholen können. Der Mannschaft kann ich heute keinen Vorwurf machen, sie hat gefightet, einzig die Belohnung fehlte», bedauerte der Assistenztrainer.

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