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Fusion zwischen Aarau und GC? FCA-Bachmann: «Eine spannende Frage»

Aaraus Sportkoordinator Urs Bachmann. © Alexander Wagner

Aaraus Sportkoordinator Urs Bachmann. © Alexander Wagner

GC hat den Letzi-Vertrag auf Ende Saison gekündigt. Gut möglich, dass der Zürcher Traditionsklub bald auf dem Brügglifeld die Heimspiele austrägt – für den FCA eine «reizvolle Sache». Selbst über eine Fusion könne man «grundsätzlich diskutieren».

Die az erwischt FCA-Präsident Alfred Schmid telefonisch auf Mauritius. Zum aktuellen Thema will er keine Stellung beziehen. Zu weit weg sei er von der Aktualität des FCA und verwies die az zu Sportkoordinator Urs Bachmann. Dieser beantwortete die Fragen zu Grasshoppers' Vorstellungen:

Urs Bachmann, GC-Präsident Urs Linsi hat den Letzi-Vertrag per Juni 2011 gekündigt. Eine Alternative für die GC-Heimspiele soll das Brügglifeld sein. Haben Sie schon eine konkrete Anfrage auf dem Pult liegen?

Urs Bachmann: Ich persönlich habe keine Anfrage erhalten. Ich weiss nicht, ob Alfred Schmid eine bekommen hat. So wie ich Urs Linsi kenne, wird er aber kaum etwas in die Öffentlichkeit tragen, ohne dies vorher selbst abgeklärt zu haben.

Wäre GC denn beim FC Aarau überhaupt willkommen?

Urs Bachmann: Ja, ich denke schon. GC auf dem Brügglifeld ist durchaus eine reizvolle, spannende Sache. Es ist auch schön, wenn man einem Verein in einer solchen Situation helfen kann. Ausserdem würden Viele Super-League-Fussball in Aarau begrüssen – in Kombination mit Challenge-League-Fussball. Ich kann mir vorstellen, dass viele FC-Aarau-Fans auch die GC-Heimspiele auf dem Brügglifeld besuchen würden.

Sie sprechen die Fans an. Keine Angst, dass GC dann Überhand in Aarau nimmt?

Urs Bachmann: Nein, nein, diese Befürchtungen gibt es bei mir nicht.

GC auf dem Brügglifeld wäre auch eine reizvolle finanzielle Angelegenheit. Der FCA-Vorstand dürfte sich die Hände reiben.

Urs Bachmann: Das wäre dann eine Verhandlungssache. Das grosse Geschäft lässt sich damit aber nicht machen.

Ein schönes Nebeneinkommen wäre es aber dennoch.

Urs Bachmann: Natürlich, es wäre ein schönes Zusatzeinkommen.

GC musste pro Saison über zwei Millionen für das Letzi hinblättern. Ihnen schwirren keine Geldsummen im Kopf umher, wie viel GC fürs Brügglifeld bezahlen müsste?

Urs Bachmann: Nein, selbstverständlich nicht. Das müsste man zuerst alles seriös und detailliert durchrechnen. Zudem ist das Brügglifeld zurzeit nicht Super-League-tauglich. Es gibt viele Aspekte, die mit einbezogen werden müssen. So spielen etwa auch die Sicherheitskosten eine Rolle. Ausserdem wäre es auch für die Helfer und Organisatoren einen gewaltigen Mehraufwand.

Wie wärs denn mit einer Fusion? GC ist im Sumpf und Aarau im Challenge-League-Mittelfeld.

Urs Bachmann: (lacht) Das ist eine spannende Frage, die man im Grundsatz weiterdiskutieren könnte. Doch eine mögliche Fusion zwischen Aarau und Wohlen hat ja schon zu Diskussionen geführt. Und von der Nähe her wäre eine Fusion mit Wohlen doch weit realistischer. (sha)

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