Leichtathletik
Furer gewinnt auch in der Halle souverän den Titel

Tobias Furer holt sich an den diesjährigen Hallen-Schweizermeisterschaften die Goldmedaille im Hürdensprint. Er befindet sich in einer vielversprechenden Frühform, nun gilt es, diese bis zum Sommer zu behalten.

Dominique Stark
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Tobias Furer auf dem Weg zum Sieg.

Tobias Furer auf dem Weg zum Sieg.

Picasa

Die ersten Titelkämpfe des Jahres gingen am letzten Wochenende in Magglingen über die Bühne. Dass die Hallen-SM aber nicht bei allen Athleten höchste Priorität hatte, zeigte sich in den Startlisten. Dennoch durfte man auf spannende Wettkämpfe hoffen, denn obwohl eine gute Frühform nicht zwangsläufig einen erfolgreichen Sommer folgen lässt, so gibt es doch viel Selbstvertrauen und zeigt den Konkurrenten, wer der Chef auf dem Platz ist.

Auch in der Halle der Schnellste

Dieses Ziel hatte auch Hürdenläufer Tobias Furer vom LK Zug. Der Ex-Aargauer war aufgrund seines SM-Titels im Sommer und seiner bestechenden Form, die er bereits vor der Meisterschaft hatte, klar zu favorisieren. Mit Michael Page (GG Bern) war allerdings auch der Titelverteidiger am Start. Dass nur ein Sturz von Furer etwas am Goldmedaillengewinn des Aargauers ändern konnte, zeigte dann auch die Rangliste nach den Halbfinals.

Mit 7.81 stellte er nicht nur eine persönliche Bestleistung auf, er distanzierte seine Konkurrenten um vier Zehntelsekunden und mehr. Über die kurze Distanz von 60 Metern ist das eine halbe Weltreise. Im Final liess es sich Furer dann auch nicht mehr nehmen. Auf die ersten beiden Hürden war er fast schon zu nahe, sodass er seinen Rhythmus nicht wunschgemäss durchziehen konnte. Bereits dann wusste er, dass es für eine neuerliche Bestleistung nicht reichen würde und so liess er es nach der letzten Hürde gemütlich auslaufen. Einen ungefährdeten Sieg feierte er dennoch.

Form im Sommer bestätigen

Furer meinte zu seiner bestechenden Form: «Jetzt steht die Erholung im Vordergrund und dann möchte ich 2014 endlich auch im Sommer richtig schnell sein.» Schon öfters war Furer im Winter in einer sehr starken Form, konnte diese dann aber im Sommer nicht bestätigen.

Für die zweite Aargauer Medaille sorgte ebenfalls ein Ex-Aargauer. Christopher Ullmann griff im letzten Versuch des Weitsprungwettkampfes nochmals die Goldmedaille an. Mit 7.51 Meter verbesserte er seine persönliche Bestleistung, allerdings schrammte er sowohl an der Goldmedaille von 7.57 m, als auch an einem U23-Schweizer-Rekord von 7.58 m nur haarscharf vorbei. Der Sieg ging damit an Julian Fivaz (CA Genève).

Guter Nachwuchs

Aus Aargauer Sicht darf man auch mit den Resultaten der Nachwuchs-Athleten zufrieden sein. Die Hürdensprinterin Majella Hauri und Hochspringerin Livia Odermatt (beide BTV Aarau) sorgten mit einem siebten und einem sechsten Platz für starke Resultate. Erstere konnte ihre persönliche Bestleistung gar unterbieten und liegt nun in den Top 20 Europas. Einen starken Wettkampf lieferte auch Jonas Hügli im Stabhochsprung. Ein Sprung über 4.70 Meter reichte dem 30-jährigen Aarauer für Platz vier.