Eishockey
Für Robin Grossmann gibt es nur den HC Davos

Eishockey Der 24-jährige Aargauer startet mit Davos die Operation Titelverteidigung.

Marcel Kuchta
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Robin Grossmann strebt mit dem HC Davos die Titelverteidigung an. KEY

Robin Grossmann strebt mit dem HC Davos die Titelverteidigung an. KEY

Morgen Abend beginnt für Titelverteidiger Davos die Saison 2011/2012 mit dem Heimspiel gegen die SCL Tigers. Zu den wichtigsten Spielern in den Reihen des amtierenden Meisters gehört auch in der neuen Spielzeit der Dintiker Robin Grossmann. Der 24-Jährige möchte in der Abwehr der Bündner noch mehr Verantwortung übernehmen – und sich auch in der Nationalmannschaft endlich einen Stammplatz sichern.

Nachdem er Ende April, kurz vor der WM-Expedition in die Slowakei, noch aus dem Team von Nationaltrainer Sean Simpson eliminiert worden war, war Robin Grossmann alles andere als glücklich. Er hatte Mühe, seine Ausbootung zu akzeptieren, glaubte, dass er mit seinen konstant guten Leistungen während der Meisterschaft einen Platz im WM-Team verdient gehabt hätte.

Seine volle Konzentration galt nach der ersten Enttäuschung aber bald wieder dem HCD; mit welchem er nun erstmals im neuen Jahrtausend einen Meistertitel erfolgreich verteidigen möchte. In fünf Anläufen ist das der Mannschaft von Trainer Arno Del Curto noch nie gelungen. Grossmann glaubt, dass der HCD trotz des Abgangs von Spielmacher Jaroslav Bednar (zu Lugano) immer noch zu den Titelfavoriten gehört: «Wir sind uns bewusst, dass es schwierig sein wird, das Leistungsniveau der letzten Saison zu halten. Aber auf der anderen Seite haben wir auch viele Spiele gewonnen, die wir nicht unbedingt hätten gewinnen dürfen. Wir können uns also auch noch steigern.»

Bei sich selbst hat er in den drei Jahren, die er inzwischen in Davos spielt, eine markante Entwicklung festgestellt: «Als ich von Kloten zum HCD kam, war ich sehr risikofreudig, wollte auf dem Eis immer das Schwierige machen.» Inzwischen sei er dank den Erfolgen und der Routine reifer geworden. Diese Fortschritte habe er nur in Davos machen können, auch wenn das Zusammenleben mit Arno Del Curto nicht immer frei von Problemen war. «Mittlerweile kommen wir aber sehr gut miteinander klar. Arno weiss auch, dass er mich kritisieren und ich mit dieser Kritik umgehen kann.»

Robin Grossmann gehört beim Rekordmeister zu der Gruppe von Spielern, die dereinst mal die Lücken, die die langsam ins Alter kommenden Leadertypen wie Reto von Arx, Sandro Rizzi oder Josef Marha hinterlassen werden, schliessen kann. Drei Jahre läuft der Vertrag von Grossmann noch beim HCD. Er unterschrieb erneut in Davos, obwohl er viel besser dotierte Angebote von anderen Mannschaften auf dem Tisch liegen hatte. Doch er sagt klipp und klar: «Ich kann mir nicht vorstellen, in der Schweiz für einen anderen Klub als den HCD zu spielen.»

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